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Dibre Emeth · 1891-01-01 · 9 (1891) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
47 (1891)
Issue
9 (1891)
Date
1891-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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72?3A Lstr. (etwa j(55 Mk.) übermittelt. — Im August (690 kam A. Ben Oliek nach fast dreijährigem Wirken unter den Juden Jaffas nach Jerusalem, um angebliche Mängel der dortigen Judenmission zu beseitigen. Jetzt erklärt ein unparteiischer Beobachter das neue, prahlerisch eingeleitete Unternehmen für gänzlichverfehlt.— Auch unter den armen eingeborenen Christen von Nuddea in Bengalen giebt es Freunde Israels. Dafür erhielt die L. I. M. schon den zweiten. Beweis, wie im vorigen Jahr ging ihr auch in diesem eine Geldspende von einer dortigen, mit der „Kirchl. Missionsgesellschaft" verbundenen Gemeinde zw (diesmal 3 Lstr.). _ Jerusalemer Zuschriften. In der Lhristuskirche auf dem Berge Zion steht über dem Chorfenster irr hebräischer Sprache Mal. 4, 2: „Luch, die ihr Meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heilung unter ihren Flügeln." Oben im. Fenster sieht man drei Ähren (wie auf den Herodianischen Münzen), den Schild- Davids und die Palme Judäas, weiter unten Ähren mit der Inschrift: „Ich bin. das Brot des Lebens", Passionsblumen mit dem Wort: „Lebendig nach seinem Leiden", endlich Weintrauben, unter denen zu lesen ist: „Ich bin der rechte Weinstock." Alle diese Sätze sind englisch abgefaßt. — wie in der Knaben-, so fand ich auch in der Mädchenschule der L. I. M. folgende beachtenswerte Inschrift an der wand hängen: „^esns Christ is the master of this house, the unseen guest at every meal, the silent listener to every conversation“ (Jesus Christus ist der Herr dieses Dauses, der ungesehene Gast bei jedem Mahl, der stille Zuhörerjedes Gespräches). _ Kucherverucht. Verl. v. L. H. Beck, München: H. L. Strack, Der Blutaberglaube ber Christen und Juden. 60 5. \ Mk. Möge die neueste Schrift des bekannten Berliner Gelehrten nicht nur die gegen die Juden erhobene Beschuldigung rituellen. Blutgebrauchs, sondern auch den mit Blut zusammenhängenden und zu schauerlichen Thaten führenden Aberglauben innerhalb der Christenheit aus der Welt schaffen! — Verl. v. A. Deichert (G. Böhme), Erlangen u. Leipzig: I. L. V ölt er,. Wünschet Jerusalem Glück! Reden aus der Judenmission. 6. Aust. 95 S. \ Mk. Die unstreitigen Vorzüge des Buches werden durch unwahre Urteile über die reformierte Kirche verdunkelt. — Verl. v. L. Dülfer, Breslau: H. Warszawiak, Die- Dreieinigkeit Gottes. 25 S. 20 Pfg. Dieser in Neu-Pork gehaltene Vortrag enthält zwar merkwürdige Anführungen aus dem „Sohar", ist aber im ganzen eirr mißlungener Versuch der Darstellung und Verteidigung der Dreieinigkeitslehre. — Kommiss, v. H. Keßler, Leipzig: w. St. Teutschländer, Geschichte der evangelischen Gemeinden in Rumänien mit besonderer Berücksichtigung des Deutschtums. XXIII und 2^3 S. Mk. Dieser Beitrag zur Kulturgeschichte Rumäniens wurde- König Larol I. als Festgabe zum 25jährigen Regierungs-Jubiläum überreicht und sei hiermit bestens empfohlen. _ Zrrm Nachdenken. b Ein Jude in Sidi Rahal (Marokko) sagte: „wenn wir die Bibel ohne unsere Ausleger lesen, so können wir nicht umhin, zn glauben, daß Jesus von Nazareth der wahre Messias ist." — 2. Friedrich Hebbel klagt: „Ach, wie läßt ein Menschenleben Doch so wenig Frucht zurück! Ob die Jahre, die entschweben, Auch zum Hundert sich verweben: Alles, was sie dir gegeben, Zählst du auf im Augenblick!" Wohl dem, der in der Zeit die Ewigkeit gefunden hat! vgl. Joh. 47, 3. _ Kitte. Zur Abhaltung von Predigten oder Vorträgen in Sachen der Mission unter Israel ist der Herausgeber der „Dibre Emeth" nach Maßgabe seiner Zeit und Kraft stets gerne bereit. Er bittet um gef. Benachrichtigung, wenn solche gewünscht werden. Herausgeber: Pastor w. Becker, Breslau, Brüderstraße 3F I. — Preis des > Jahrgangs (\2 Nummern): 60 Pfennig. Druck und Aommifsionsverlag von Carl Dülfer, Breslau, Palmstraße 5.

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