Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 47 (1891)
- Issue
- 5 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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39 von Arabern bemerkten, die von der Kolonie in ihre Behausungen zurückkehrten. Die Gesamtzahl aller jüdischen Ansiedler in jenen \\ (Dvten vowvbe mir mit ^0 750 angegeben. Abends war ich mit Missionar B. und seiner Gattin zusammen und ließ mir von ihnen über die verschiedenen kirchlichen Werke, die hier getrieben werden, berichten. Durch die predigt des Evangeliums in Versammlungen wie im Gespräch mit einzelnen, durch den Unterricht und die Erziehung der Jugend, durch die Verbreitung der h. Schrift und durch die Fürsorge für Kranke und Arme sucht man dem Evangelium sowohl unter Muhammedanern als auch unter Juden, namentlich den zahlreichen jüdischen Einwanderern, Eingang zu verschaffen. Wie in grauer Vorzeit von Jaffa aus die Zedern, die König Hiram von Tyrus gesandt hatte, nach Jerusalem gebracht wurden, um für den Tempelbau verwendet zu werden (2. Thron. 2, j(5), -— so möchte man jetzt gerne dazu helfen, daß hier viele unsterbliche Menschenseelen sich bereit machen lassen, im Heiligtum der himmlischen Gottesstadt dem Herrn der Welt und seinem Salomo, dem Friedenskönige von Bethlehem, zu dienen. Von den Missionsarbeitern, die hier angestellt sind, lernte ich am andern Morgen noch den Vertreter der L. I. M., Herrn w., kennen. Interessant war es mir auch, in Jaffa mit einem Missionszögling bekannt zu werden, der einst als Kanonengießer und Heerführer dem Könige Theodoros von Abessinien gedient hat und dort durch christliche Prediger, wie die Missionare Stern und Flad, bewogen worden ist, die Bibel zu lesen und schließlich der christlichen Kirche beizutreten. Bei der abendlichen Wanderung fiel mir ein wunderbares, anhaltendes Geräusch auf. Mit dem Lärm einer Fabrik konnte dasselbe hier nichts zu thun haben. Und auch an die 3 Lokomotiven der neuen, aber noch lange nicht vollendeten Eisenbahn, an die man bei Tage durch die pfiffe der einen hin und wieder erinnert wurde, war jetzt nicht zu denken. Ls stellte sich bald heraus, daß es die Brandung war, die sich so bemerkbar machte, und die man am Tage überhört hatte. Vielleicht war sie auch an diesem Abend stärker als bisher, da sich ein Umschlag der Witterung vorbereitete. Die schönen sonnigen Tage, die mir während der letzten Woche beschieden worden waren und meinen Aufenthalt in Egypten so angenehm gestaltet hatten, gingen zu Ende. Kleine MWorrszeitimg H. Zwei Abgesandte der Mildmaymission unternahmen in diesem Frühjahr von Stettin aus eine elfwöchentliche Reise durch das östliche Norddeutschland. Die von ihnen veranstalteten Versammlungen wurden an manchen Orten von zahlreichen Israeliten besucht. Sie verteilten" im ganzen 2500 Reue Testamente. — Der rheinisch-westfälische Verein für Israel nahm i. I. ^690 zwei gebildete Israeliten in die Kirche auf. Außerdem begehrten noch mehrere die Taufe. Der Vereinsagent, Pastor Stolle, klagt über die mangelnde christliche Teilnahme an der Mission. Wie sein Mitarbeiter, Miss. Goldstern, war er viel auf Reisen. G. erzählt von einem jüd. Lehrer, der für die von ihm zu haltenden Gottesdienste christliche Predigten benützte, so dem Christentum näher trat und endlich die Taufe empfing. Die Einnahmen des Vereins betrugen *5569, die Ausgaben ^5 ^80 Mk.