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Dibre Emeth · 1891-01-01 · 4 (1891) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
47 (1891)
Issue
4 (1891)
Date
1891-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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29 nicht von menschlicher, sondern von göttlicher Art ist, und über diesem war der teure Mann verschieden. Solches ist geschehen amJanuar 379 nach der Geburt unseres HLrrn. Joseph, der Hebräer, hat in seiner Taufe den Namen Johannes empfangen. Und dieser Johannes ist, so lange ihm Gott noch das Leben erhalten hat, allen, die ihn gekannt, ein Vorbild der treuen Liebe zu dem HErrn und den Brüdern geworden. Denn alle seine Kräfte und Güter hat er so angewendet, daß er damit bezeugte, nicht er sei es hinfort, welcher den sterblichen Leib und des Lebens Güter für sich gebrauche, sondern Christus fei es, der sich diesen Leib zu einem heiligen Tempel geschaffen und denselben zu seinem Lobe und der Menschen Dienst und Heil geweiht habe. (Schmidt, Des HLrrn treue Führung u. f. w., Herisau *88?, 5. §5 ff. vgl. Kalkar, Israel und die Kirche, S. *5.) Was haben wir an der Dibel? (vgl. „D. L." \885, Nr. 2, 4889, Nr. \ und *890, Nr. *)• Luther mahnt: „Lasset uns die Biblia nur nicht verlieren, sondern sie mit Fleiß in Gottesfurcht und Anrufung lesen und predigen! Denn wenn die bleibet, blühet und recht behandelt wird, so stehet alles wohl und gehet glücklich von statten." 7,Laß deinen Dünkel . . fahren und halte von dieser Schrift, dem Alten Testament, als von dem allerhöchsten, edelsten Heiligtum, als von der allerreinsten Fundgrube, die nimmer genug ausgegründet werden mag, auf daß du göttliche Weisheit finden mögest, welche Gott hier . . vorleget, daß er allen Hochmut dämpfe. Hier wirst du die windeln und die Krippe finden, darin Christus liegt. Schlechte und geringe windeln sind es, aber teuer ist der Schatz, Christus, der darinnen liegt." — Landgraf Wilhelm IV. von Hessen 0(567—^592) erklärt: „Ich habe die Kunst, Land und Leute zu regieren, überhaupt die ganze Politik oder Staatskunst aus keinem Buche besser lernen können, als aus der Bibel." — Gxenstierna, der berühmte schwedische Reichskanzler, sagt: „Mein einziges Vergnügen, das mir mehr als alles auf der Welt geben kann, ist die Erkenntnis der Liebe Gottes und das Lesen dieses herrlichen Bibelbuches. Gewiß, es ist mehr Weisheit, Trost, Wahrheit und Vergnügen bei einem stillen, Gott geheiligten Leben und im Lesen Seines Wortes zu finden, als an allen Höfen und bei allen Gunstbezeugungen der Fürsten." — Goßner schreibt j(81(8: „wer sollte nicht gerne in diesem einzigen und unvergleichbaren Testamente lesen? Man denke, es ist das Testament (das Vermächtnis) der Liebe! M Leser, nimm und lies! .. Aber vergiß nicht, betend zu lesen und lesend zu beten, denn die Liebe will sich nur durch Liebe, nur den Liebenden zu verstehen geben. Sie fei mit dir, die heilige Liebe, und thue dir, wie sie den zwei pilgern nach Emmaus gethan hat, damit du jedesmal, wenn du in ihrem Testament gelesen hast, sagen könnest: „Brannte nicht das Herz in mir, da er mit mir redete und mir die Schrift eröffnete?"" — In einem Briefe an Andres bekennt Matthias Claudius, der Wandsbecker Bote (f J(8^): „wir glauben der Bibel aufs Wort und halten uns

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