Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 47 (1891)
- Issue
- 3 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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22 Erwachsener, der die Unterredung mit den Knaben wahrscheinlich mit angehört hatte. Dazu gesellten sich noch andere. Ihnen allen bereiteteder Prediger des neuen Bundes eine eigenartige Psingstfeier. Mit. % oder 5 Personen ging er lange auf und ab, widerlegte ihre Linwände gegen das Christentum und stellte ihnen den Sohn Gottes, den wahren Messias, vor die Seele. — Am Versöhnungstage redete er mit fünf jungen Männern über die Wichtigkeit dieses Tages, an dem Israel, seiner Sünden gedenke und ihre Vergebung suche. „Unser Versöhnungstag ist der zweite vor Dstern: der Tag, an welchem Christus für die- Sünden der ganzen Welt starb." hieran schloß sich eine Auseinandersetzung über die Notwendigkeit eines Erlösers und des Glaubens an den einen an, der gekommen ist, um unser aller Sünden zu tragen. Ein kleines Mädchen, mit deren Eltern er früher gesprochen hatte, reichteihm die Hand und sagte: „wir haben heute die lange Nacht." B. antwortete: „Ja, und Ihr leidet da Schmerzen, wenn Ihr an den. Messias glauben werdet, wird es besser für Euch sein." — „waruin sollen auch die Heiden das Laubhüttenfest feiern?" fragte er, als ev an diesem jüdischen Festtage mit etlichen zusammentraf. Er mußte die Antwort wieder selber geben: „weil dies zur Erinnerung daran geschehen soll, daß Gott in der Person seines Sohnes Jesu Thristi untev den Menschen wohnte (Ioh. ^)." Von Lübeck aus, wo B. während des Sommers mehreremal predigte, besuchte er wiederholentlich das nahegelegene Moisling. Iir der dortigen Synagoge wurde ihm der Platz gezeigt, auf welchem mau die Beschneidungen vorzunehmen pflegte. Er benützte dies, um vorr der B.eschneidung des Herzens zu reden, ohne die man Gott nicht. lieben kann. Ein Widersacher wurde durch die Frage zum Schweigen gebracht: „warum straft Gott die Juden ^800 Jahre lang wegen dev Tötung des HLrrn Jesu, während er versprach, pinehas für seinen Eifer zu belohnen?" Als einer dem Missionar mit Schlägen drohte,, sagte er: „Ihr habt einen geschlagen und werdet dafür seit \800 Jahren geschlagen." (Einem Spötter erzählte er einst Luk. \6, $—3\.) Zur Erklärung von Joh. 13 ff♦ 0 Das Passafest beginnt mit dem *5. Nisan, dieser Tag aber mit dem vorangehenden Abend, in Jerusalem etwa um 6 Uhr nachm. 2) Am Nisan „zwischen den beiden Abenden", d. h. nach den Rabbinen und dem Tempelgebrauch 3—6 Uhr nachm., wurde das am \o. Nisan ausgewählte Lamm geschlachtet. 3) Der j^. Nisan,. an welchem von jo oder \2 Uhr vorm, an in den Däusern nichts Gesäuertes mehr zu finden war, hieß der Tag oder der erste Tag der ungesäuerten Brote. h) Da das Fest seinen Höhepunkt in der Festversammlung am; 5. Nisan vormittags erreichte,, konnte Johannes nach griech.-räm. Zeitbestimmung (wie *9, \<\) den Vorabend, der nach jüd. Rechnung zum Fest gehört, von demselden trennen. Doch bezieht sich der Anfang von Rax. *3 offenbar nur auf die dem eigentlichen Mahl (dem Fest) vorangehende Fußwaschung. 5) Auch nach Johannes ist der \5. Nisan dev Todestag Jesu: a. Am passafest pflegt der Landpfleger nach \8, 39 einen Gefangenen loszugeben. Daher will er jetzt Iesum freilassen, b. Die am *5. Nisan 9 Uhr vorm, geschlachteten Passaopfer (5. Mose *6, 2:2. Thron. 35, 7 ff.) hätten von den Besuchern eines heidnischen Hauses, in dem Sauerteig war, nach *8, 28 nicht genossen werden können (3. Mose 7, 2\). Nach 3. Mose *5, 5 ff. dauert eine Verunreinigung nur bis zum Abend, d. h. Sonnenuntergang. Daher wäre-