Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 47 (1891)
- Issue
- 3 (1891)
- Date
- 1891-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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2\ And doch wurde eine solche schon im Paradies versprochen (J. Mose Z, ^5)." Er gedachte dann der jüdischen Lehre von zwei Messiassen. „Ls ist nur einer da, der Thristus, an den wir glauben. Aber er sollte zweimal kommen und Prophet, Priester und König sein." — Angesichts des frisch gemähten Grases in einem Teil der Anlagen ett innerte B. einen Israeliten an Ies. ^0, 6—8. Der Mann stimmte dem zu, schwieg aber, als er darauf aufmerksam gemacht wurde, daß sich die Treue Gottes in der Erfüllung der Verheißung \. Mose 22, \8 ^urch die Erscheinung Jesu Lhristi offenbare. — Eine Frau klagte über ihre kranken Augen. „Unser Messias," sagte ihr der Bote desselben, „hat die Augen der Blinden geöffnet und ist ein Arzt für Leib mnd Seele." -— „Mir haben morgen unfern Sabbat. Missen Sie^ warum?" „Nein," sagte einer von den Männern, denen die Frage .gegolten hatte. Jetzt wurden sie darüber belehrt, daß jeder Sonntag das Gedächtnis der Auferstehung Thristi feiere, und wie wichtig diese sei, da Lhristus als unser Fürsprecher im himmlischen Heiligtum walte. —- Einige junge Leute antworteten auf die Frage, wie sie von dem Messias dächten: „Mir denken wenig von ihm." „Aber er war die beständige Hoffnung Eurer Vorfahren. Jakob sagte: „HErr, ich warte auf Dein Heil," und bestimmte die Zeit seiner Ankunft. Unser HErr ist der Messias. Er heißt Jesus wie die zwei Iosuas des Alten Testaments." — Mit einer von mehreren kleinen Kindern umgebenen Jüdin sprach B. über die Pflicht, die Jugend in der Erkenntnis und Liebe -Gottes zu erziehen, um dann auch sie auf Iesum hinzuweisen. — Ein Mann sah Kindern zu, die Soldat spielten. Der Missionar setzte, sich zu ihm auf die Bank, um seine Blicke von den Kindern auf David, Salomo und den Erlöser zu lenken. — Ein andermal stellte er einige Kinder wegen ihrer lärmenden Spiele zur Bede und führte ihnen Ies. 58, ^3 f. an. Von dem Segen Jakobs ging er zu dem aus Juda Hervorgegangenen, in unserm Heiland erschienenen Messias über, wurde aber bald von einem älteren Juden unterbrochen, der die Kinder fortkrieb und ihm zurief: „Menn Sie zu predigen wünschen, so gehen Sie auf eine Kanzel!" B. setzte nun seinen Weg fort, doch folgten ihm mehrere Kinder, besonders Mädchen, und wollten gerne noch etwas hören: jener Mann habe ihnen nichts zu sagen. So setzte er sich auf eine Bank und fing an, die Kinder nach der Schöpfung, dem Sündenfall, der ersten Versuchung zu fragen. Weiter kam die Katechisation nicht, da ein Bursche Erdschollen auf ihn warf und schrie: „Er ist ein Missionar, ein Betrüger!" An jüdischen Festtagen knüpfte B. gerne an den Festgegenstand an. So fragte er am Pfingstfest einen Mann nach der biblischen Grundlage desselben, hierauf erklärte er ihm, warum wir unser Pfingstfest feiern, und bat ihn, den HErrn Iesum als den Sünderheiland anzunehmen. Bald kamen etliche seiner jungen Bekannten, um mit ihm.zu gehen und zu reden. („Kommen Sie heute auf den Wall?" wurde er einst auf der Straße von einem derselben gefragt.) Einer von ihnen sagte, er würde gerne Thrist werden, wenn seine Eltern es erlaubten. Als B. sie verlassen und sich auf eine Bank gesetzt hatte, erschien ein