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Dibre Emeth · 1891-01-01 · 3 (1891) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
47 (1891)
Issue
3 (1891)
Date
1891-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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3>as Essen des Paffalammes am Vorabend nicht gehindert worden, wenn man am Vormittage des Nisan ein heidnisches Haus betreten hätte, c. Nach ^9, ist -der Todestag die naQaaxsvf] des paffafestes. Vers 42 heißt er die n. der Juden. Daß n. — TiQoaaßßatop, vorsabbath, Freitag (Mark. j5,j*2), beweist Josephus Kntiq. ^6, 6. 2 (iv öaßßaaiv rj rrj tiqo ravtr]g nagctaxsurj, and (Sgag ivmTrjg). Auch noch in der neugriechischen Sprache dient dies Wort zur Bezeichnung des Freitags. 6) Einrichtungen an einem Festtage waren unter Umständen geboten. Nach dem ^Talmud (Sanhedrin \ 4) soll man in der Festzeit einen Lehrer hinrichten, welcher -die Todsünde begangen hat, rechtskräftig gewordene, die Thora schirmende Satzungen zu übertreten (vgl. Delitzsch, Ernste Fragen, S. *2). 7) Besorgungen für °den Hauxtfesttag in der vorangehenden Nacht zu machen (Joh. 13, 29), trug man ckein Bedenken (2. Mose \2, \<ö). 8) Daß die Regel damals noch nicht .galt, beweist die Mischna: peß. 7, jo u. Lhag. 2, 4. Die Zondonee Iudenmisston in Keesiau 189V. Auch im abgelaufenen Jahre durfte das in der Hauptstadt Schlesiens beziehende Missionspredigtamt der L. I.-M. die Fackel des Evangeliums hier wie auswärts Hochhalten. In Däusern und Läden, auf Straßen und Plätzen, in Kirchen und andern Räumen, einmal auch in einer Synagoge, wurden reiche und arme, gebildete und ungebildete Israeliten eingeladen, die Lehre der christlichen Kirche von ihrem göttlichen Stifter einer Prüfung zu unterziehen. Außer der ^mündlichen Verkündigung diente die schriftliche als Missionsmittel. Es wurde eine größere Anzahl Freiexemplare der „Dibre Lmeth" versandt als früher. Der Erlös -aus dem Schriftenverkauf betrug Mk. ^3,78, die Gesamtzahl aller verbreiteten Drucksachen 24593 (darunter waren 65 Bibeln und Bibelteile). Die Geschichte des -Proselyten Tremellius konnte neu aufgelegt werden. — Die Erfahrungen bei der Missionsarbeit sind stets die gleichen. So zeigten sich auch diesmal manche Israegiten bereit, einzelne sogar begierig, einen Aufschluß über die christl. Religion zu Erhalten. Andere zürnten dem Missionar, als einem Ruhestörer. Die Missionsgottesdienste, welche hier und an andern Orten stattfanden, wurden leider gerade Don denen, für welche sie zunächst bestimmt waren, wenig besucht. Eine Ausnahme machte die Breslauer Jom-Kippur-Feier für Israeliteu und Christen. Auch Lei den öffentlichen Vorträgen religionsgeschichtlichen Inhalts, deren hier im ganzen l<k (6 im Früh-, 8 im Sxätjahr) gehalten wurden, stellten sich zum teil zahlreiche jüdische Zuhörer ein, während die in den beiden ersten Monaten des Jahres im Hause des Missionars abgehaltenen über die Geschichte der Philosophie nur Einen jüdischen Teilnehmer hatten. An zwei Dezembertagen erschienen infolge der Bekanntmachung durch hiesige Zeitungen mehr als 20 Israeliten in dem gütigst eingeräumten Laden des ev. Schriftenvereins, um die ihnen angebotenen hebräischen Neuen Testamente, sowie andere Schriften in Empfang zu nehmen. Alle bezeugten ihren herzlichen Dank für dies Weihnachtsgeschenk. Daß die „Dibre Lmeth" von etlichen unter den Hunderten israelitischer Empfänger geschätzt werden, bewiesen dem Herausgeber freundliche Zuschriften, auch literarische Gegengaben von jüdischen Händen. Manche schickten unser Blatt allerdings zurück. Wie die Arbeit nicht immer vergeblich ist, obwohl ihre Frucht oft langsam reift, wurde dem Arbeiter an einigen Beispielen aufs neue vorgehalten. Einzelne Israeliten äußerten auch im letzten Jahr den Wunsch, der christl. Kirche beizutreten. Zwei auswärtige wurden den in ihrer Nähe ansässigen Missionaren überwiesen. Ein hiesiger, der aus Jerusalem zurückgekehrt war, sah sich genötigt, Breslau wieder zu vergaffen. Dagegen empfingen zwei Kinder auf den Wunsch ihrer Mutter einen mehrmonatlichen Unterricht zur Vorbereitung auf die Taufe. Diese wurde am 8. September von einem ev. Geistlichen in Berlin, wohin der Vater sie geführt hatte, vollzogen. Durch den Vertreter der L. I.-M. wurden in Breslau am 3. Februar, bezw. 28. Dezember zwei Erwachsene, ein Gutsbesitzer und ein Fabrikdirektor, getauft. Seine älteste Schülerin, die *886 als 72jährige Greisin die Taufe erhalten hatte, wurde ^890 von dem Herrn über Leben und Tod abgerufen. — Bei der Verbreitung christlicher Schriften halfen ältere und jüngere Freunde. Mehrere Schriftensendungen gingen für solche nach auswärts ab: nach Schweidnitz, Erfurt, Frankfurt a. M., Wilna. (Ls sei bei dieser Gelegenheit an das in „D. E." *890, S. 72, veröffentlichte Anerbieten erinnert.) Namhafte Beihilfen in Geld oder Na-

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