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Dibre Emeth · 1891-01-01 · 2 (1891) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
47 (1891)
Issue
2 (1891)
Date
1891-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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13 sammenhang zwischen der Verwerfung des auserstandenen Jesus durch die Juden und ihrem eigenen Unglück. Gerne las er jetzt Bekehrungsgeschichten. Ls war ihm ernstlich um die Wahrheit zu thun. Am Mai H86H starb seine Mutter. Dieser Todesfall erschütterte ihn tief. Bei der Leichenfeier, zu welcher er sich nach Hardenberg begab, verhehlte er ebensowenig seine Abneigung gegen die jüdische Religion wie seine Hinneigung zum Thristentum. Man wurde aufmerksam, auch im Hause seines Dienstherrn. Der letztere verklagte ihn in Koevorden, und Kropveld mußte sich vor seinen Angehörigen und andern verantworten, auch bei ihnen das jüdische Pfingstfest feiern. Sein Zeugnis von der ihm bis dahin gewordenen Wahrheitserkenntnis stieß auf heftigen Widerspruch. Weder die Klage seiner Schwester, noch der Zorn der übrigen Verwandten machten ihn irre. Dagegen entlockte ihm die Sanftmut eines gelehrten Talmudisten das Versprechen, sich wieder an die Religion seiner Väter halten zu wollen. Allein das Licht, welches er jetzt zu haben vermeinte, erwies sich als ein Irrlicht. Zwar war er nahe daran, seine beiden Reuen Testamente zu verbrennen. Aber der Geist Gottes ließ ihn nicht los und zeigte ihm seinen Fehltritt. Der Zuspruch des Pastors, zu dem er sich in stiller Mitternacht schlich, brachte ihn vollends wieder zur Besinnung, wenn auch noch nicht zum vollen christl. Glauben. Natürlich äußerte sich alsbald wieder große Unzufriedenheit auf jüdischer Seite. Llieser wurde abermals nach Koevorden geschickt. Doch konnten ihn die Unterredungen mit einem Dberrabbiner, den er bei seinem Gheim antraf, und mit einem jüdischen Religionslehrer in seiner Überzeugung nicht mehr wankend machen. Auf die Bemerkung: „Die jüd. Religion ist die älteste" erwiderte er: „Das Reich der Finsternis ist noch älter." weil er es als Pflicht erkannt hatte, den Ruhm des HErrn zu erzählen (Ies. ^3, 2\), versuchte er auch seine Hausgenossen zur Wahrheit zu führen. Da wurde ihm am 29- August befohlen, binnen zweimal 2<\ Stunden das Haus zu verlassen. Bald holte man ihn indessen wieder zurück und hinderte ihn nicht, im pfarrhause christlichen Unterricht zu empfangen. Als er im September das jüd. Neujahrsfest mitfeierte, kam er sich in der Synagoge vor wie ein Vogel im Käfig, Im Hause des Prinzipals folgten noch mehrere heftige Auftritte, bis er dasselbe endlich ganz verließ. Er siedelte nun nach Schoonebeck über, wo er, nunmehr zur vollen Erkenntnis der christlichen Wahrheit durchgedrungen, am \2. März \8(52 die hl. Taufe empfing. Nachdem Kropveld sich zuerst mit einem Handel ernährt hatte, wurde es ihm möglich, Theologie zu studieren. Seit \870 arbeitet er in der ref. Kirche Hollands. Gegenwärtig ist er als Prediger in Alblasierdam angestellt. Wer näheres über diesen proselyten zu erfahren wünscht, sei auf die Duelle unserer Darstellung, die schon im vor. Jahrgang der „D. <£." (S. HO) angezeigte, von Ür. Uhlig übersetzte Selbstbiographie Kroxvelds verwiesen. Der Reinertrag dieses Buches soll zur Ausbildung eines jungen Iudenchristen im Missionshause zu Barmell verwandt werden.

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