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Dibre Emeth · 1890-01-01 · 11 (1890) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
46 (1890)
Issue
11 (1890)
Date
1890-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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85 Miss. Silberbusch in Bukarest erzählt von einem alten jüdischen Lehrer, der, selbst mit Gefährdung seiner äußeren Lebensstellung, sich oft für das (Christentum aussprach. Im Januar v. Z. wurde er krank und einem Hospital übergeben. Bald ließ er durch eine seiner Töchter S. bitten, ihn zu besuchen und ihm ein Neues Testament zu bringen. Als jener erschien, fragte der Kranke sofort nach diesem Buch. „Zch verlange nach Nahrung für meinen Geist", sagte er, „und diese kann nur im Neuen Test, .gefunden werden. Dies möge meine'letzte Lektüre sein." In der Folge nahm man ihn wieder nach Hause, wo sich sein Zustand immer mehr verschlimmerte. Am 2. März ließ er S. fragen, ob er zu Hause getauft werden könnte. S. scheute sich jedoch, die Verantwortung auf sich zu nehmen, Schon nach wenigen Tagen trat der Tod ein. — Zn Hastings (England) machte es auf einen Juden und seine Tochter, die bis dahin bei den Gesprächen mit Miss. Goldenberg recht gleichgiltig geblieben waren, tiefen Eindruck, als dieser Zes. 29, ^0 anführte. Beide forschten fortan nach der Wahrheit und kauften ein Neues Testament. Einige Monate später wurde die. Tochter mit des Vaters Einwilligung in London getauft, •— Auf einem Kirchhof in Whitechapel, einem von vielen Zuden bewohnten Teil der englischen Hauptstadt, steht eine Kanzel, von welcher während der Sommermonate Missionspredigten gehalten werden. Taufende hören hier das Evangelium. Diese Versammlungen im Freien verlaufen manchmal stürmisch. Lin ehemaliger Gottesleugner, der von der Kirchhofskanzel angezogen wurde und hier zur Neugeburt gelangte, leitet jetzt einen studentischen Verein zur Verteidigung des Thristentums. — Vor einigen Zähren verkehrte Kolporteur Samson in Liverpool oft mit einem jüd, Reisenden. Später traf er mit demselben in Leicester zusammen und wurde von ihm in das Haus seiues Vaters, eines jüd. Vorbeters, geführt. Der letztere nahm ihn freundlich auf, zeigte ihm die Synagoge und gestand beim Abschied, daß unter allen von ihm gelesenen Büchern keins mit dem Römerbrief verglichen werden könne. Zetzt ist der Mann ein Mitglied der christl. Kirche. Er gab sein Synagogenamt auf und siedelte mit seinem Sohne nach Derby über. — Line Diakonissin, die früher der Missionsgemeinde von Mist. Urbschat in Danzig angehört hatte, wurde von einem kranken Zuden in Breslau gebeten, ihm einen Psalm vorzulesen. Nachdem sie dies gethan, sagte sie zu ihm: „Zch kenne die. Psalmen. Aber kennen Sie das Neue Testament?" Er antwortete: „Zch habe es gelesen." Da fragte sie weiter: „Glauben Sie, daß der Herr Zesus der verheißene Messias ist, und daß er fein Leben als Sühnopfer für unsere Sünden hingab?" „Zch kann es glauben," erwiderte er. „Aber ist Zesus auch für mich gestorben? Zst es jetzt nicht zu spät für mich, an ihn zu glauben?" Sie verneinte die Frage: „Ls ist nicht zu spät für Sie! Der HLrr ist bereit, Sie aufzunehmen, denn er hat gesagt: Zch bin gesandt zu. den verlorenen Schafen Zsraels." Der Kranke fand Frieden bei Zesu und starb im Glauben. Die Diakonissin aber pries Gott, daß ihr Pflegling „Seines Kleides Saum" angerührt hatte (Luk. 8, ^). — Die Vorträge von Mist. Mamlock in Paris wurden das Mittel, um einen

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