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Dibre Emeth · 1890-01-01 · 11 (1890) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
46 (1890)
Issue
11 (1890)
Date
1890-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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83 Ich denke, es ist unsere Unwissenheit, die uns auf die Christen mit solchem Entsetzen blicken' und das Christentum als Götzendienst betrachten läßt." — Der Missionsgehilfe Bloch erlebte es in einer 'holländischen Stadt, deren jüdische Gemeinde aus etwa 6 Familien besteht, daß alle in dem Hause der einen Familie zusammenkamen, um hier mit ihm einen ganzen Abend die messianischen Verheißungen zu besprechen. — Als der posener Miss. Lotka eine leichtfertige Äußerung aus dem Munde eines Juden anhören mußte, ergriff ein anderer, ein ehrwürdiger ältlicher Mann, seine Hand und sagte: „Kommen Sie fort von diesen unwissenden und frivolen Leuten! Ihre Worte sind nicht für sie, sondern für solche, welche die hl. Schrift kennen und lieben." Sobald beide allein waren, sprach der Israelit, welcher, wie sich bald herausstellte, Missionsschriften gelesen hatte, den ganzen 2. Psalm und legte dabei den Nachdruck auf den letzten Vers, „wer möchte angesichts eines solchen Zeugnisses mit Ihnen streiten?" sagte er. „Gott allein kennt die Wahrheit." — Miss. Bernstein von Frankfurt a. M. fuhr einst an einem Freitagabend von Koblenz rheinaufwärts. Ein kleiner Anfall, der das Schiff traf, nötigte ihn, bei einem Dorf zu landen, welches von Katholiken und wenigen Juden bewohnt wird. Er fand hier eine nach dem Lebenswasser dürstende jüdische Familie, die ihn mit Freuden aufnahm und seinen Worten dankbar lauschte. Nachdem er sich auf den Bahnhof begeben hatte, um mit dem nächsten Zuge weiter zu fahren, erschienen 2 Glieder jener Familie, Vater und Sohn, und baten ihn, er möchte doch umkehren und ihnen „mehr von diesen Dingen" sagen. Natürlich entsprach B. dieser Bitte gerne. — Der Krakauer Miss, pick teilt folgende Äußerung eines Rabbiners mit: „Ich glaube, daß die messianischen Stellen irrt Tüten Testament sich auf Jesum beziehen. Aber vorläufig will ich diese Überzeugung für mich behalten." — Ein Rabbiner in Mogador erklärte: „wir wünschen nicht, vom Neuen Testament etwas zu wissen." Allein andere Juden widersprachen ihm: „Aber wir möchten gerne etwas von jenem Buche hören und uns unterrichten lassen." Ebendort erzählte ein ehemaliger Spötter, er habe den Missionaren oft gesagt, sie sollten sich um ihre eigenen Angelegenheiten, bekümmern und die Juden in Ruhe lassen. Aber an jedem Sabbat sei er beim Lesen der Bibel auf einen Vers gestoßen, der von jenen zum Beweis der Messianität Jesu angeführt wurde. „Ich überschlug die Seite, um den Vers nicht zu lesen. Aber es war umsonst. Ls schien mir, als wenn die ganze Bibel mit Jesu angefüllt wäre." — Die eingeborenen Mrssionsarbeiter in Abessinien fanden auf ihren Reisen überall gastliche. Aufnahme. Nach morgenländischer Sitte wusch man ihnen die Füße und gab ihnen zu essen, ohne eine Bezahlung anzunehmen. Dann hieß es: „Jetzt lehret uns den rechten weg!" And nun durften die Heilsboten ihren Auftrag ausrichten. — In Rustschuk wurde Kolporteur Mauser mehr als einmal von Juden ersucht, die L. I. M. sum Eröffnung einer Knabenschule zu bitten. 3. Der Glaube kommt aus der predigt, vor allem aus der mündlichen Verkündigung des Wortes Gottes. Lin junger englischer

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