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Dibre Emeth · 1890-01-01 · 8 (1890) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
46 (1890)
Issue
8 (1890)
Date
1890-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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60 Das schließliche Ergebnis dieser Unterredungen, in welchen er sich als einen der Vorkämpfer seiner Glaubensgenossen erwiesen hatte, war, daß er die Heilswahrheit in Thristo erkannte und nach langen und schweren Rümpfen mit seinen Glaubensgenossen, besonders mit seinen Eltern, im Jahre \83\ den christlichen Glauben annahm. Die Taufe wurde von Missionsprediger Hoff vollzogen. Zm Zahre J833 verheiratete sich Z. und übernahm die Verwaltung eines Gutes. Zwei Jahre darauf empfahl ihn Prediger Hoff, welcher in den erwähnten Religionsgesprächen Gelegenheit gehabt hatte, seine Begabung und sein wissen kennen zu lernen, der Gesellschaft für die Arbeit in der Mission. Bald darauf richtete er im Aufträge derselben an den jungen Mann die Aufforderung, in ihre Dienste zu treten. Obgleich Z. inzwischen ein glänzendes Anerbieten, die Verwaltung mehrerer Güter zu übernehmen, erhalten hatte, leistete er doch der an ihn ergangenen Aufforderung Folge, weil er sie als eilte von Gott kommende betrachtete, da sie ohne sein Zuthun erfolgt war. Und so entwickelte er von der Mitte des Jahres J(835 ab in Gemeinschaft mit Prediger Hoff und Missionar waschitscheck in seiner Vaterstadt eine ebenso umfangreiche als von Erfolg begleitete Thätigkeit. Lin noch größeres Arbeitsfeld eröffnete sich ihm, als er im Zähre \8^7 nach Warschau übersiedelte, wo er mit den Missionaren Becker, Behrens, West, Deutsch und Rleinhenn wirkte. Die Gesellschaft besaß damals in der polnischen Hauptstadt eine umfangreiche proselytenanstalt. An der letzteren übernahm Z. einen Teil des Unterrichts, wegen seiner gründlichen Renntnis der hebräischen Sprache siel ihm auch vorzugsweise die Aufgabe zu, an jedem Sonnabend öffentliche, für die Juden bestimmte predigten in hebräisch-deutscher Sprache zu halten. Der Erfolg der Missionsarbeit in Warschau war ein bedeutender. Es kamen in jener Zeit zahlreiche Übertritte zum Lhristentum vor. Daneben unternahm Z. in Russisch-Polen und Galizien Missionsreisen, auf welchen er, da sich der Fanatismus der damaligen jüdischen Bevölkerung jener Gegenden gegen ihn als einen proselyten richtete, wiederholt von seinen ehemaligen Glaubensgenossen thätlich angegriffen wurde und in Lebensgefahr geriet. Von 3(850 bis zum Anfang des Jahres \855 wirkte Z. in petrikau zusammen mit seinem früheren Lubliner Rollegen Waschitscheck, bis infolge des Rrimkrieges auf Befehl des Zaren den englischen Missionsgesellschaften die Ausübung jeder Thätigkeit im russischen Reiche untersagt und die Missionare des Landes verwiesen wurden. Zn den Zähren 3(855 bis J860 war Z. in Breslau stationiert und arbeitete hier in Gemeinschaft mit den Missionaren Hartmann, Lange, Behrens, Romann und während kürzerer Zeit auch mit anderen. Von J860 ab wirkte er in Gemeinschaft mit den Missionaren Graf, Skolkowski und später Hefter in Posen. Von beiden Orten aus unternahin er zahlreiche Missionsreisen durch Schlesien und Posen, auch einige Reisen nach Österreich, insbesondere Galizien, während seiner Wirksamkeit in Posen verwaltete er auch nach dem Ableben des Predigers Graf einige Zahre hindurch die in verschiedenen Orten der Provinz Posen bestehenden Mijsions-Freischulen für jüdische Rinder, bis diese

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