Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 46 (1890)
- Issue
- 7 (1890)
- Date
- 1890-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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51 diese Meise sein Leben erhalten. Reiner verleugnete Iesum Christum. Im Glauben an Ihn unterwarfen sie sich bereitwillig dem Tode. Liner der Bekehrten mußte es mit ansehen, wie zuerst seine Frau, dann fünf seiner Rinder von den Derwischen getötet wurden. Er tröstete sie mit den Worten: „D, es ist nur ein kurzes Leiden, und Ihr werdet die Rrone des ewigen Lebens erlangen." Mährend er selber von den Muhammedanern grausam gemartert wurde, sagte er: „Nein! Ihr mögt mich quälen, Ihr mögt mich in Stücke reißen: ich werde Ihn nicht verleugnen, der für mich gestorben ist." Gegenwärtig sind elf eingeborene Missionare in Abessinien thätig. hoffentlich wird die Raiserwürde auf Menilek, der ihnen freundlich gesinnt ist, übergehen. In diesem Falle würde das Land mit seinen 200 000 Falaschas europäischen Missionaren wieder geöffnet werden. Als die acht eingeborenen Missionsarbeiter, welche ^0 Tagemärsche zurückgelegt hatten, um am Anfang dieses Jahres an der Rüste des Roten Meeres mit ihrem geistlichen Dater zusammenzutreffen, sich verabschiedeten, sagten sie: „Betet für uns! Gedenket unser täglich vor dem Throne Jesu, so wird Lr in unserm Lande den Sieg geben und ganz Israel wird kommen und seine Rniee vor Ihm beugen, der da ist der Rönig Israels und der Messias Israels." Um eines Juden, um Jesu willen, sind wir verpflichtet, die Juden zu lieben und ihnen das Evangelium zu bringen. Prediger Thorpe aus Tamberwell wurde vor ^0 Jahren durch einen Dortrag von Rapitän Gardiner, dem Märtyrer von Patagonien, angetrieben, sich um die Juden zu bekümmern und mit Juden zu reden. Später lernte er in Cambridge bei einem alten blinden Juden hebräisch. Dieser, Bernard war sein Name, urteilte über den Abschnitt Ies. 52, \3—53, \3: „Diejenigen, welche hier nicht eine äußerst genaue und umständliche Weissagung von den Leiden und dem Tode Jesu, des Weltheilandes, sehen können, müssen in der That entweder wirklich oder absichtlich blind sein. Möge es das beständige heiße Flehen eines jeden Christen sein, daß es dem allmächtigen Gott gefalle, die Schuppen von den Augen der ersteren zu nehmen und das Herz der letzteren zu bekehren!" Lin tägliches Morgengebet dieses Israeliten, der an Christum glaubte, aber leider meinte, bei seinem Alter zur Annahme der Taufe nicht verpflichtet zu sein, lautete: „Für uns, o Messias, wurdest du erschlagen wie das Msterlamm. Für uns alle gossest du dein Blut aus, das Blut des Bundes. G Erlöser der Seelen, am Holze gabst du deinen Geist auf für meine Sünden. Ich kenne ihre Zahl nicht: Du kennst sie. Nun laß, ich bitte dich, die Seele deines Rnechtes kostbar sein in deinen Augen! CD, erlöse du! Denn es giebt keinen Erlöser außer dir." Dank der Missionsarbeit sind manche Juden im Herzen Christen. Für das Geld, welches wir zur Erhaltung der ersteren aufbringen, werden wir reichlich entschädigt. Missionar Relk, Prediger an der Lhristuskirche in Jerusalem, sprach von dem dortigen Merk. Groß sind die demselben entgegenstehenden Hindernisse. Trotzdem haben die Missionare fast zu allen jüdischen Häusern Zutritt. Diele Juden kommen auch zu ihnen. Sogar in den Synagogen kann man über den Messias reden. Das