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Dibre Emeth · 1890-01-01 · 2 (1890) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
46 (1890)
Issue
2 (1890)
Date
1890-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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u Meinungen weit auseinander. Er verlangt: \) ein besseres Beispiel vonseiten der Alten, 2) die Lehre einer positiven Religion, 3) einen streng jüdischen Gottesdienst. — Samuel pirsch von Philadelphia sieht in der Schwierigkeit, den jüdischen Sabbath zu halten, ein großes Hindernis. — Mendes von Rew-Hork verlangt mit dem letztgenannten, daß die Eltern und Ältesten selbst ihre Religion erst bethätigen dadurch, daß sie teilnehmen am Gottesdienst. — Grünblatt von Arkansas. betrachtet den Mammonsgeist, wo der Dollar die Seele regiert, als eine Quelle des Übels. Daneben hat eine falsche Bildung das Gesetz verflüchtigt. Man hat die alten Formen beseitigt und nichts Rechtes an ihre Stelle gethan. — Sal. Eppinger beklagt es, daß der Jude, wenn er in dieses freie Land kommt, seine Freiheit mißversteht und mißbraucht. Er denkt nur noch daran Geld zu machen. — Aaron Hahn von Lleveland beschuldigt die Eltern der Gleichgiltigkeit. Einem andern kommen die Rnaben vor wie Maschinen zum Geldmachen. Das einzige wahre Heilmittel für die Schäden des gegenwärtigen Judentums wird in keiner dieser Zuschriften genannt. 0, daß endlich das Rindergebet auch von den Lippen der Rinder Israels ertönen möchte: „Deine Gnad' und Ehristi Blut macht ja allen Schaden gut!" Aus dem Nachlaß eines Heimgegangenen. Die Freunde des seligen Missionars Goldinger werden gewiß mit Freuden hören, daß sich unter den Papieren des verstorbenen ein Bruchstück einer von ihm verfaßten Selbstbiographie gefunden hat. Wir teilen die uns von der Familie gütigst überlassenen Blätter mit geringen Änderungen im Folgenden mit. Reue Leser der „Dibre Emeth" können die im. vorigen Jahrgang erschienene vollständige Lebensgeschichte Goldingers unentgeltlich von uns beziehen. „Ich will den Namen des HErrn preisen. Gebt unserm Gott allein die Ehre!" (5. Mose 32, 3.) „Lasset uns freuen und fröhlich sein und Ihm die Ehre geben!" (Offenb. Joh. \y, 7.) Seit Jahren wurde ich von teuern Freunden und geliebten Amtsbrüdern aufgefordert, die an meiner Seele geoffenbarte Gnade Gottes schriftlich darzustellen und ihnen darzuthun, auf welche weise es dem Rater im Himmel gefallen hat, mich wie einen Brand aus dem Feuer zu retten, durch die Finsternis und die Bedrängnisse der Welt wunderbar hindurchzuführen und zu dem Lichte der Welt, zu Lhristo, und seinem seligen Evangelium zu bringen. Ich weigerte mich aber, dem Wunsch meiner lieben Freunde nachzukommen, weil ich immer die Schwierigkeit tief fühlte und erkannte, wie gefährlich es werden kann, wenn ein sündhafter Mensch, wie ich es bin, es unternimmt, von sich selbst zu reden, während mir doch reine, freie Gnade von dem HLrrn HLrrn widerfahren ist und dem Gotte aller Gnade und Barmherzigkeit allein alle Ehre gebührt. Da besuchte mich vor etwa einem Jahre, als ich sehr krank darniederlag, unter ändern ein lieber, teurer Missionsbruder. Als ich ihm nun bei dieser Gelegenheit einiges von dem mitteilte, was der allmächtige HErr an meiner armen Seele gethan, wie er mich gesucht,

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