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Dibre Emeth · 1890-01-01 · 1 (1890) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
46 (1890)
Issue
1 (1890)
Date
1890-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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dieser Seite, und zwar schon in den Frühlingstagen des französischen ' Protestantismus, die unschätzbare Gabe der innerlichen, der religiösen Freiheit gezeigt und angeboten worden, die wir Jesu von Nazareth verdanken. Wir hören nicht nur von schriftstellerischen Bemühungen einzelner, wie des Staatsmannes Philipp von Mornay, oder eines Hosuä de la place, eines Pierre de la Fons: auch Synoden beschäftigten sich mit der Sache der Hudenmission. So gab die Synode zu Charenton ein Formular für Hudentaufen heraus. Die Aufhebung des Ldiktes von Nantes nötigte zur Verzichtleistung auf diese Thätigkeit. Doch wurde sie in unserm Hahrhundert mit neuem Eifer begonnen. Der erste Missionar der \822 gegründeten Missionsgesellschaft, Honas Ring, erhielt von seinem Vorstand den Auftrag, den Huden wie den Muhammedanern Palästinas das Evangelium zu predigen. Später überließ der Verein diese Arbeit den amerikanischen Christen, um ausschließlich Heidenmission zu treiben. Da bildeten sich \832 in Toulouse, J833 in Straßburg eigene Hudenmissionsgesellschaften. Die erstere bestand nur kurze Zeit, der noch jetzt blühende Straßburger Verein konnte seit dem letzten Kriege nicht mehr als französischer gelten. So verbanden sich, wie wir schon früher in den Dibre Lmeth erzählt haben, J(887 zu Paris mehrere Freunde Hsraels, um die Hudenmission in Frankreich aufs neue vereinsmäßig auszuüben. Ein Aufruf an die Evangelischen des Landes wurde in J6000 Exemplaren verbreitet und hätte teilweise guten Erfolg. Auch sonst suchte man schriftlich die Teilnahme der Christen an der Hudenmission zu wecken und zu beleben. Besonders dient diesem Zweck die von Pastor Krüger in Gaubert begründete und zum Organ des Vereins erhobene Zeitschrift „Le Reveil d’Israel.“ (Der Gktobernummer dieses Blattes lag ^88Z der erste Hahresbericht der Gesellschaft bei, aus welchem wir hier schöpfen.) Daneben werden geeignete Schriften, auch neu ausgearbeitete, an Hsraeliten verkauft oder verschenkt. Vor allem sucht man diesen persönlich nahe zu kommen. Der Vorsitzende des Vereins, Pastor Banzet in Paris, hielt in Verbindung mit dem oben genannten Londoner Missionar öffentliche Vorträge. Pastor Krüger besuchte mit Mamlock die Huden in Orleans. Seit kurzem besitzt der Verein in Herrn E. Burger einen eigenen Missionar, und so wird die Arbeit von j889 an, seit dem Nevolutionsjubiläum, noch kräftiger betrieben werden können als bisher. Wir wüschen mit unfern französischen Brüdern, daß die alte hugenottische Überlieferung nicht nur von einzelnen, sondern von dem gesamten evangelischen Frankreich wieder ausgenommen werde. Möge auch bei usis in Deutschland, ja überall, unter denen, die das Evangelium kennen, immer mehr der Eifer entbrennen, es Hsrael bekannt zu machen! Bei der im Oktober des letzten Hahres zu St. Hean-du-Gard stattgefundenen Synode der französischen Freikirchen rief Pastor Barnaud im Blick auf die Huden: „Ach, welche Freude wäre es, wenn wir zu diesem edlen Volk, das seit so vielen Hahrhunderten durch seinen Unglauben gelähmt ist, sagen könnten: Hm Nqmen Hesu Christi von Nazareth, dessen, den du verstoßen und

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