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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 12 (1889) · page 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
12 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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0 Geistl.: Dev HLrr ist König, des freue sich das Erdreiche halleluja! — Gem.: Und seien fröhlich die Inseln, so viel ihrer sind, halleluja! — Geistl.: L)Err Jesu Thriste, du bist König und herrlich geschmückt und hast ein Reich angefangen, so weit die Welt ist, und zugerichtet, daß es bleiben soll. Ach gieb dein Wort mit großen Scharen Evangelisten und baue dein Reich an allen Enden der Erde. . .Erfülle die Zeit der Heiden und mache dir auch unterthan dein Volk Israel,, auf daß alle Welt dich als ihren König anbete, der du mit dem Vater und dem heiligen Geiste lebtest und herrschest von Ewigkeit zu. Ewigkeit. Amen. 2) Geistl.: Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, halleluja! — Gem.: Aber mit großer Barmherzigkeit will ich dich sammeln, halleluja! — Geistl.: heiliger HLrr, allmächtiger Vater, der du aus gerechtem Gericht dein Volk Israel verworfen, aber auch demselben so große und herrliche Verheißungen noch gegeben hast: wir bitten deine Barmherzigkeit, thue auf die Augen deines Volkes, zu erkennen deinen Heiland, welchen du bereitet hast vor allen Völkern,) ein Licht zu erleuchten die Heiden und zum Preise deines Volkes Israel. Erbarme dich deines Volkes um deines lieben Sohnes Jesu Lhvisti, unseres HErrn, willen. Amen. Im zweiten Teil werden S. 32 ff. zwei Formulare für die Taufe eines Erwachsenen (Juden u. s. w.) dargeboten. Driefe an einen Israeliten. I. Ls freut mich, aus Ihrem , werten Schreiben zu ersehen, daß Sie die „Dibre Emeth" „mit großem Interesse" gelesen haben. Sie schreiben: „Ls wirkt so wohlthuend, wenn man einen Christen - sosprechen hört." Trotz dieser gütigen Äußerungen sind Sie mit meinem Unternehmen, durch welches die Israeliten mit. dem Christentum bekannt gemacht werden sollen, nicht einverstanden, Sie wünschen, ich solle zuvor solche Christen schaffen, die ebenso denken und handeln wie ich, und geben die Vevsicherung, daß dann sämtliche Juden meine Anhänger sein werden. Ls ist ja sehr begreiflich, daß Sie an dem schlechten Verhalten vieler Christen Anstoß nehmen. Christus selber hat gesagt: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." Aber bei den Personen darf man nicht stehen bleiben, wenn man die Religion richtig beurteilen will, zu welcher sich dieselben halten: man muß auf die Sache selbst, auf die Lehren dieser Religion, blicken. Bedenken Sie, was für eine Meinung vom Judentum ein Heide erlangt hätte, wenn er ein Zeuge der Anbetung des goldenen Kalbes gewesen wäre! Um die wirkliche jüdische Religion Verstehen zu lernen, hätte er diese Abgötterei ganz aus dem Spiele lassen und die Gesetze vom Sinai studieren müssen, wie groß war ferner der Abstand zwischen der jüdischen Religion und ihren Bekennern zur Zeit des Propheten Elia im Reich der zehn Stämme! Dieser

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