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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 12 (1889) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
12 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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9\ Mitarbeiter, einen treuen, stets hilfbereiten Freund. In Breslau wirkte er im Laufe der Zeit auch zusammen mit den Missionaren Zuckertortz Behrens, Lange u. a. Im Jahre j(87i( wurde G. von einem Schlaganfall betroffen, welcher zwar seine volle Arbeitskraft lähmte, ihn aber doch nicht davon abhielt, sowohl zu Hause, als auf seinen jährlichen Badereisen oft über seine Kräfte des Berufes zu pflegen. Hingerissen von dem früheren Feuer, konnte er in seinen Unterredungen mit den Juden Krankheit und Mattigkeit, Zeit und Stunde vergessen. Jedoch gingen die leiblichen Kräfte immer mehr zur Neige. Im Sommer J876 wurde er im Badeorte Tudowa von der tödlichen Krankheit ergriffen, welche am \8. September desselben Jahres in Breslau sein Ende herbeiführte. Auf seinem Schmerzenslager vielfach von Amtsbrüdern und Geistlichen besucht, bekannte er bis zuletzt fest den Glauben, der ihm in seiner Jugend als Licht aufgegangen war. Tief und schmerzlich betrauert von seiner Lebensgefährtin, mit welcher er im Jahre J874f die goldene Hochzeit gefeiert hatte, und von seinen überlebenden Kindern, entschlief er sanft zu dem Leben, an welches er geglaubt und von welchem er gezeugt hatte. O. N. Hede bei einer Proselytentaufe. . Im Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes! Amen. Im HLrrn teurer Jüngling! Du bist im Begriff, einen wichtigen und entscheidenden Schritt auf deinem Lebenswege zu thun, einen Schritt, der weniger deinen äußern Lebensgang, als vielmehr deine Glaubensanschauung,, deine Herzensstellung und deine ganze Lebensrichtung betrifft. Du willst aus der Religionsgemeinschaft, welcher du bis jetzt angehört hast, austreten und in die. christliche Kirche, insbesondere in unsere evangelische Kirchengemeinschaft übertreten. Du hast diesen Entschluß seit längerer Zeit in dir getragen, und ich habe aus der Aufmerksamkeit, mit der du meiner Unterweisung gefolgt bist> aus den Antworten, die du auf meine Fragen gegeben, aus dem Fleiß, den du bei der Sache bewiesen hast, und aus deinem ganzen Benehmen erkannt, daß es dir ein redlicher Ernst mit diesem Übertritt ist. Ich habe daher keinen Anstand genommen, deinem Verlangen zu entsprechen, dich durch das Sakrament der heiligen Taufe in die christliche Kirche aufzunehmen. Bevor ich aber zu dieser heiligen Handlung selbst schreite, kann ich nicht umhin, dir noch ein Wort des HErrn an das Herz zu legen, das dein Licht und dein Trost, dein Friede und deine Kraft, dein Leben und deine Hoffnung sein soll. Es ist ein Wort, welches Christus, einst im Tempel zu Jerusalem am letzten Tage des- Laubhüttenfestes zu dem daselbst versammelten Volke gesprochen hat, und welches also lautet: „wen da dürstet, der komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt: Von des Leibe werden Ströme des lebendigen Wassers fließen." (Ioh. 7, 37 f.)r

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