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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 10 (1889) · page 2

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Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
10 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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7<k daß die natürlichen Zweige, die eine Zeitlang um des Unglaubens willen abgeschnitten waren, wieder in ihren eigenen, ursprünglichen Stamm eingepfropft werden! Möge Gott es bald dahin bringen! <D, daß es schon jetzt so wäre! Möge das Haus Israel auf Ihn -blicken, den sie durchstochen haben, und sich mit ganzem Kerzen zu Ihm wenden. Jetzt ist es unsere Pflicht, zu sagen und zu singen: „Lrkor'ner Same Israels, Lin Rest gar scbwach und klein, Ihn greise! Deines heiles Fels Und HLrr ist Lr allein!"" (The Iewish Intelligence. *888, 5. *70.) . 2. Otto Funcke, der in mancher Einsicht mit Spurgeon vergleichbare Pastor an der Friedenskirche in Bremen, dessen fromme Mutter 'eine Iudenmissionarin war (vgl. „D. L." J889, S. 2 f.), schreibt in einem Aufsatz über „Simeon, den ersten Missionszeugen": „wenn wir euch heute in Israel nur eine Ruine . . . des alten Gottesvolkes vor uns haben, so muß es uns doch ehrwürdig sein um dessentwillen, was wir alle ihm verdanken; es muß uns ehrwürdig sein wegen seiner Vergangenheit und ehrwürdig wegen seiner Zukunft. Denn es blüht ihm noch eine große Zukunft. Ls soll noch einmal das große Missionsvolk unter den Nationen werden. So bezeugt Gottes Wort. Darauf deutet auch sein.e wunderbare Lrhaltung. Das sollten die Antisemiten besser bedenken." Monatsblatt der Rordd. Mff.-Ges. *889, Rr. 3.) Aus dem Leben des Missionars Goldinger. Theodor Wilhelm Goldinger wurde am 29. März ^80H zu Monkim bei Augustow im Rönigreich Polen geboren. Seine Lltern waren fromme und strenggläubige Juden, welche wie ihre Vorfahren am mosaischen Gesetze, sowie an den talmudischen Vorschriften festvielten. Unter den Vorfahren, deren Linie weit zurück verfolgt werden kann, befanden sich Gelehrte und Rabbiner. Der Geistesrichtung der Familie entsprechend wurde deshalb auch der Rnabe, der jüngste Sohn des Dauses, in der Religion der Väter sorgfältig unterrichtet. In seinem Jahre wurde er von seinen Lltern zu seinem ältesten Bruder, einem Goldarbeiter, in die Lehre gegeben. In dessen brause verblieb er einige Jahre. Nach abgelegter Lehrzeit machte sich G. selbständig und begründete ein bald recht blühendes und weitverzweigtes Geschäft. Am 30. März ^82H verheiratete er sich mit einer Verwandten, Anna pauline Steigmann, in Suwalki und machte sich daselbst durch Ankauf eines Dauses ansässig. Das Familienleben wurde ein glückliches und der Wohlstand gedieh. Neben der Förderung seines Handwerks aber ließ G. nicht von dem Studium religiöser Schriften, denn in ihm lebte ein steter Durst nach wachsender Erkenntnis. Im Familienverkehr herrschte ein reges, geistiges Leben. Bei Zusammenkünften wurde viel über die Religion und die Schriften der Väter verhandelt. Lines Tages geriet G. in Streit mit seinem Schwager, weil dieser ihm erklärte, daß er vieles, was der Talmud enthalte, als grundfalsch erkannt habe, und weil derselbe, an der Wahrheit des

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