Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 45 (1889)
- Issue
- 10 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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ibre Wmsch Gin Monatsblatt für Israeliten und Freunde Israels Inhalt: Ich lag auf meinen Anieen. — Stimmen über die Zukunft Israels. — Aus dem Leben des Missionars Goldinger. — Lin judenchristlicher Prediger in Ldinburg. — Der verspottete Spötter. — Fürst Bismarck und der Antisemitismus. — Zur Statistik. — Allerlei Misstonsnachrichten. — Bücherbericht. — Empfangsbescheinigung. Ich lag auf meinen Knieen. Ich lag auf meinen Knieen: Das Herz war mir so schwer. Der Erde Not und Mühen, Sie drückten mich so sehr. Ich sprach: „warum der Sünde Verheerende Gewalt? Mein HLrr und Gott, ich finde Vor Iammer keinen Halt." Da hört' ich einen Namen! Der klang so wundersüß. Die hehren Töne kamen wohl aus dem Paradies. Ls ward mit Einem Male Der trübe Dunst verweht: Im lichten Himmelsstrahle Stand Christi Majestät! Er sah mit mildem Mahnen Mich an so tief und traut. Ich Hab in seligem Ahnen Ihm in das Herz geschaut. Nun will ich weiter streiten Trotz Nacht und Finsternis. Des Heilands Todesleiden Macht mir den Sieg gewiß. (Mitgeteilt von €. A. in L.) Stimmen über die Zukunft Israels. Der berühmteste englische Prediger der Gegenwart, Spurgeon in London, sagt in einer \888 gehaltenen predigt über Zer. 32, : „Wir können nicht anders, wir müsset: die Wiederbringung der zerstreuten Israeliten in das Land erwarten, welches Gott ihnen durch einen Salzbund gegeben hat. wir erwarten ebenso die Zeit, wo sie an den Messias glauben werdet:, den sie verworfen haben, und wo sie in Jesu von Nazareth sich freuen werden, den sie jetzt verachte::. Ls liegt eine große Ermutigung in den Weissagungen für diejenigen, die unter dem Samen Israels arbeiten, und das ist auch sehr nötig, denn unter allen Nissio^sfeldern wird dieses in der Negel als eins der unfruchtbarsten geschildert, und der bitterste Spott ist über dies Werk ausgeschüttet worden. . Darum hat Gott unserm Glauben größere Ermutigungen gewährt, als wir sie vielleicht für irgend ein anderes Arbeitsfeld haben. Diejenigen, welche glauben, mögen weiter arbeiten. Diejenigen, welche nicht glauben, möge:: die Sache aufgeben. Sie sollen nicht die Ehre haben, bei der Sammlung des alten Volkes Lhätig gewesei: zu sein, welchem unser HLrr selbst angehörte, de::n es möge nie vergessen werden, daß I^rrs ein Jude war. Wenn wir, die wir Zweige des wilden Mlbaums sind, in den guten Olbaum eingepfropft wurden, wie viel leichter wird es sein, we::n Gott es will,