Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 45 (1889)
- Issue
- 7 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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53 kommen und konnte nicht nur die entwandte Summe zurückgeben, sondern weitere (00 Mark als Zinsen bezahlen. Lin anderer Schüler des Missionars, ein blinder Jüngling, wurde von seinem Vater verstoßen, weil er sich dem Christentum zuneigte, von B. in einer Anstalt untergebracht, später getauft und thut jetzt nicht nur als Drganist an einer Kirche, sondern auch als Evangelist, namentlich unter den Juden, gute Dienste. Auch ein Dritter ist durch seine christliche Überzeugung von seiner Familie getrennt worden. Lin Wort würde ihn derselben wieder zuführen. Aber er müßte dann seinen Glauben preisgeben, und in diesem will er leben und sterben. Lhe er kürzlich die vom Arzt empfohlene Reise nach Davos antrat, versammelten sich einige seiner Freunde um ihn zu gemeinsamem Gebet. Der Kranke selbst sprach, unter den Übrigen knieend, folgenden Seufzer: „M Jesu, Jesu, sei Du mein Gott und laß mich Dein Kind sein! Lehre mich sagen: © Jesu, Dein Wille geschehe!" Einmal war B. in einem Hospital Zeuge von dem seligen Ende eines proselyten. Auf die Frage, ob er noch an den HErrn Iesum Christum glaube und auf ihn hoffe, wies der Sterbende auf ein an der Wand hängendes kleines Bild hin: den guten Wirten mit dem Lämmlein auf seinen Armen. Dann sagte er: „Mein Hirt führt mich sicher nach Hause. Ich bin so heimwehkrank. Ich wünsche nach Hause zu kommen." vor zwei Jahren starb ein Zögling von B. in Konstantinopel als frommer Christ. Sein Tod bewog die Angehörigen, nachzuforschen, ob der Glaube ihres Kindes und Bruders der rechte gewesen sei. wie ein Licht das andere entzünden kann, zeigte auch die letzte Geschichte, welche B. erzählte. Lin junger Israelit wurde gläubig und predigte das Evangelium seinem zweiten Bruder. Auch dieser drang zum Glauben durch und wurde nun für den dritten Bruder ein Wegweiser zu Christo, viele Schüler von Missionar B. widmen sich dem Missionsberuf. Judenchristliche Heidenmisstonare. (. Im Jahre (8^5 gründete der Schiffskommandant Clifford die „Seemännische Lutschu-Missionsgesellschaft." Auf Veranlassung derselben kam Dr. Bettel heim, ein judenchristlicher Arzt, der aus Ungarn stammte, mit seiner Gattin, einer Engländerin, nach Nappa auf Lutschu (Japan). Bettelheim arbeitete hier mit großer Eingabe unter vielen Leiden, solange es irgend möglich war. Und wenn auch die Mission wieder aufgehoben werden mußte, so war sein wirken doch nicht ganz ohne Erfolg. (Escher, Über Länder und Meere, S. HH.) 2. Im Auftrag der amerikanischen Presbyterianer besetzte der aus Polen gebürtige, in princetown (Amerika) getaufte proselyt Löwenthal im Jahre (857 die jenseits des Indus liegende Afghanenstadt Peschawar (Vorderindien). Er übersetzte hier das Neue Testament in die Patscktusprache. (86^ wurde er von seinem eigenen Diener — wie dieser behauptete: infolge eines Versehens — erschossen. (Gundert, Die ev. Mission, S. (^2. Kalkar, Israel und die Kirche, S. (57 f.)