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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 7 (1889) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
7 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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5* werden. Wenn sie an den getöteten und auferstandenen Heiland glauben werden, so wird das die Stunde des Triumphs für die christ? liche Kirche sein. Palästina muß den Herd unserer Iudenmission bilden. Die Teilnahme an unserm Werk sollte sich über die Gesamtheit der Kirchengenossen ausdehnen. Sir Fowler, Mitglied des Parlaments (wie der Vorsitzende) und des Londoner Gemeinderats, legte, wie dies auch schon der Vorredner gethan hatte, ein Zeugnis von der guten Haltung der Londoner Juden ab und erzählte dann von einer im gerbst \88S ausgeführten Reise nach Damaskus und Jerusalem. Er kennt die dortigen Iudenmissionsstationen und wünscht, daß sie verstärkt werden. In Jerusalem besuchte er das Grab des Missionars Nikolayson, der einst viele Jahre unter den dortigen Israeliten gearbeitet, und den Sir F. vor 3Z Jahren in dieser Arbeit noch gesehen hat. Bei einem Ausflug nach Hebron, den der Erzähler mit dem jetzigen Missionsarzt unternahm, bemerkte er, daß dieser von den Juden, selbst von den Rabbinern der alten Patriarchenstadt freundlich ausgenommen wurde. Prediger Robinson äußerte sich über den der Versammlung vor- .gelegten Antrag auf Annahme, Drucklegung und Verbreitung des Jahresberichtes. Er meinte, man sollte auch beantragen, daß der letztere gelesen werden möge. „Hand auf, wer den Bericht des vorigen Jahres gelesen hat!" Man lese den Bericht selber und bringe auch andere dazu, ihn zu lesen. Das wird die Einnahmen der Gesellschaft vermehren, wie zur Zeit des Elia hat Gott unter Israel auch jetzt noch seine Auserwählten. Im anglikanischen Katechismus wird verlangt, „daß wir in der Lebensstellung, zu. welcher uns Gott nach seinem Wohlgefallen berufen hat, unsere Pflicht thun sollen". So haben wir auch an den Juden eine Pflicht zu erfüllen: ihnen das Evangelium zu predigen. In R.'s parochi.e (Whitechapel in Gst-London) sind unter ^5 000 Seelen vier Prediger, zwei Stadtmissionare, 286 freiwillige Arbeiter, zwei Bibelleser, ein Iudenmissionar, eine Missionarin, eine Krankenpflegerin thätig. Unter den Mitarbeitern befinden sich .zwei bekehrte Juden, die an jedem Sonnabendnachmittag eine von I00—3O0 Personen besuchte Versammlung im Freien abhalten und am Sonntagabend mit andern Freunden Gasthäuser besuchen, um hier das Evangelium zu predigen. Der Blick auf ihre von Gott gesegnete Thätigkeit bestärkt R. in der Gewißheit, daß in Zukunft von bekehrten .Juden ein großer Segen über die Welt ausgehen wird. Prediger Banning machte darauf aufmerksam, daß die Güte .Gottes der Mission in Persien aufs neue die Wege geebnet hat. Frühere Missionare . schienen in diesem Lande einen sehr geringen Er- .folg gehabt zu haben. Jetzt bringen dort die Juden dem kürzlich nach Persien berufenen Boten der Gesellschaft alte, abgenützte und zerrissene Missionsschriften, die sie einst von jenen empfangen haben, und bezeugen ähre Freude über die Wiederaufnahme der Arbeit. In Jerusalem ist der Zutritt zu jüdischen Familien für Missionare so leicht wie der Besuch einer englischen parochie für englische Geistliche. Ferner gedachte

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