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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 6 (1889) · page 5

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Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
6 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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auf seinen Weg, aber Iehovah schlug Ihn mit unser aller Sünde, denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er um die Missethat meines Volkes geplagt ward." Nur bei Jesus, dem Messias, ist Erlösung, und er wird Israel erlösen von allen seinen Sünden. (venetianer, In Rischmew. Wm\, \888. S. 30 f.) Jm Judenviertel von Marokko. (Fortsetzung.) Lm Rabbiner führte mich in fein Besuchszimmer, bestellte Thee und bat mich, einen arabischen Brief ins Englische zu übersetzen. Ich that es und hatte nachher ein Gespräch mit ihm über die zwei, Bündnisse, von denen das eine durch Mose bestätigt, das andere durch das Blut Thristi versiegelt wurde. — Einst war ich von einem alten Araber, an den ich ein Empfehlungsschreiben hatte, zum Thee eingeladen worden. Mein Wirt fragte mich, ob ich arabisch lesen könne, und war nicht wenig erstaunt, als ich ihm sagte, ich könne den Roran mit Leichtigkeit lesen. Er holte sogleich eitlen gedruckten Roran und legte ihn in meine Hände. Ich las einige Verse aus dem 12. Kapitel. Auch die anderen Araber und zwei anwesende Juden wunderten sich darüber. Ich fragte meinen arabischen Wirt, ob er ein Neues Testament besitze. Er bejahte und brachte es mir. Ich las nun arabisch die ganze Bergpredigt. Alle hörten sehr aufmerksam zu. Als ich den Satz las: „Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten!" unterbrach mich einer der Araber mit der Frage, wo das geschrieben stehe. Ich antwortete: „Im Alten Testament", und fragte, ob eins da sei. Sogleich legte der Araber ein Altes Testament auf den Tisch. Ich öffnete es und las die zehn Gebote vor, um dann mit der Bergpredigt fortzufahren. Das Gebet des HErrn überraschte sowohl die Jude»! wie die Araber. Sie sagten, es sei ein sehr gutes Gebet. Die anderer! Teile der predigt hielten alle für sehr lehrreich und nützlich. Ein Jude bat mich um ein Neues Testament. — Am (4. April, früh morgens, hörte ich einen Gesang in dem Hause, in dem ich wohnte. Als ich aus meinem Zimmer trat, fand ich ungefähr 40 Juden auf der Gallerie des Dauses und mehr als 70 mit dem Rabbiner unten. Ich erkundigte mich nach der Ursache dieser Zu-, sammenkunft und erfuhr, daß die Feier einer Beschneidung stattfinden sollte. Drei Juden fragten mich, warum wir diesen Brauch nicht beobachteten. Ich sagte ihnen, daß die Lhristen ohne Beschneidung gerechtfertigt werden, wie ja auch Abraham für gerecht erklärt wurde, ehe er die Beschneidung empfing. Überdies könne sie nicht unbedingt notwendig sein, da die Rinder Israel sie während der vierzig Jahre ihres Aufenthalts in der Wüste nicht vollzogen und viele von ihnen starben, ohne beschnitten worden zu sein. — Zwei Tage später nahm ich an einer Begräbnisfeierlichkeit teil. Im Leichenzuge gingen zwanzig Rinder voraus, welche den 9t Psalm schreiend lasen. Donm folgten^ ungefähr zwanzig Männer, einige mit brennenden Lichtern in Wen

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