Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 45 (1889)
- Issue
- 6 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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44 lässigen Beweis, zu welchem alle Mathematiker keinen ähnlichen aufznweisen haben." — Sie gedenken eines Werkes von Guinneß, in welchem Daniel 9 auf die zweite Zukunft des Heilandes gedeutet wird. Eine Musterkarte von wunderlichen Erklärungen finden Sie in der „Lalwer Bibel" ((886) und in den größeren Kommentaren. Besonders empfehlen möchte ich Ihnen Auberlens Schrift: „Der Prophet Daniel und die Offenbarung Johannis" (zuerst Basel (85^). Auch Professor Lassels „Mesfianische Stellen des A. T." (Berlin (883),- S. 67 ff., liefern Beiträge zum richtigen Verständnis unserer Weissagung. Dasselbe gilt von Philippsons „Israelitischer Bibel", (II: Leipzig (8^8), obwohl hier die Gesamtauffassung eine völlig verfehlte ist. Zur Geschichte der von Juden gegebenen Erklärungen von Daniel 9 vergleichen Sie Zemans „Religiöse Weltstellung des jüdischen Volkes" (Leipzig (882), S. 83. weil jede Berechnung der 70 Wochen nach der Erscheinung Jesu zu Schanden wurde, verbot man, weiter nach der Zeit der Ankunft des Messias zu forschen. Maimonides gab offen zu, daß das Volk ein Ärgernis daran nehme, zu sehen, daß er nicht komme, obwohl die Zeiten vorüber seien, wir wissen dagegen, daß er zur festgesetzten Zeit in der Person Jesu aufgetreten ist und das Erlöfungswerk vollbracht har Aus einer Predigt von f. Kabinowitsch. Erhebet eure Augen, meine Brüder, zum Berge Golgatha! Sehet das Lösegeld vom Fluche Gottes, den er uns auf dem Berge Ebal androhte! Der Segen unseres Vaters im Fimmel erwies sieb dort (auf Golgatha) reicher, als der Segen, den er uns auf dem Berge Garizim gab. Blicket auf das Kreuz des Messias, und ihr werdet klar sehen, daß dies das Thor Iehovahs ist, durch welches die Gerechten eingehen, der einzige Zugang, geöffnet allen Menschen, seien sie, wer sie seien, aus der Beschneidung wie aus der Vorhaut, damit sie in Einem Geiste hintreten zu unserm Vater im Fimmel, (öffnet die Augen und schauet an den HErrn der Herrlichkeit, Iesum, den Gekreuzigten! Wie herrlich ist dieser Hohepriester, da er selbst zur Sühne für unsere Sünde wird! Wie schön und lieblich der große Hirte der Schafe, da er das Lamm Gottes wird, das der Welt Sünde trägt, und zu unserm Friede,i der Messias wird, der kommt und den Frieden verkündigt den Fernen und den Nahen, den Fremdlingen und den Beisassen in Israel! — Meine Brüder! Ist eure Seele teuer in euren Augen, und möchtet ihr zugezählt werden den Beisassen der Stadt, den heiligen und Hausgenossen Gottes, so beuget heute eure Kniee vor dem König der Herrlichkeit, Jesu, dem für euch mit Dornen Gekrönten! Schlaget an eure Brust und bekennet doch eure Sünden und die Sünde eurer Väter um der Missethat willen, die sie verübten an dem Gottessohn, I?su, dem Messias! Sprich doch, Haus Israel: „Fürwahr, wir alle gingen in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah