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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 2 (1889) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
2 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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\3 oder vielmehr Humen von solchen. Die beste und berühmteste ist die „Djemma el Kutubia", welche vor 300 Jahren von einem Europäer erbaut wurde, den Seeräuber gefangen genommen hatten. Die Gärten von Marokko sind nach der Erklärung der Araber unzählbar. Ungefähr eine Stunde, ehe man in die Stadt kommt, bemerkt man den schonen Duft von Grangeblüten, und dieser hält an, bis man in die Thore tritt, wo ihn der schmutzige Geruch der Straßen verdrängte Die Gärten sind in der That sehr hübsch. Alle Arten von Früchten und Gemüsen sind darin zn finden außer den prächtigen Hainen von Orangen und Limonen. Der schönste von allen Gärten der Stadt ist der „Jena?: Mamoniah", der von dem Sultan für den Empfang der Minister und Konsuln verschiedener europäischer Nationen bestimmt ist. Die Juden luden mich eines Tages ein, mit ihnen in diesen Garten zu gehen. Alle Früchte sind hier in reichster Fülle vorhanden. Die Zweige der Grangebäume bogen sich unter dem Gewicht der Orangen, und ein einziger kleiner Baum hatte deren mehr als 600. Mährend diese Früchte noch an den Bäumen hingen, waren bereits die neuen Blüten hervorgekommen. Überall waren Ströme fließenden Masters zur Bewässerung des Gartens. Es war der erste. Garten der Art, den ich sah, seit ich meine persische Heimat verließ. Jasmin-und Rosen standen in voller Blüte. Marokko besteht ans drei verschiedenen Teilen, der Kasbah, Medinah und Mellah. Die Paläste und Gärten des Sultans befinden sich in der Kasbah. Hier sind die Gebäude hübsch und die Straßen in besserem Zustande als in den anderen Teilen der Stadt. Die Medinah ist der alte Teil des muhammedanischen Ouartiers, fast ganz verfallen und sehr schmutzig. Die Häuser sind sehr klein und voll Ungeziefer. Es giebt dort eine Menge Karawansereien oder Gasthäuser, wo die Kaufleute ihre Geschäfte treiben. In jeder Woche werden zwei große Markttage gehalten und alle mögliche?: Handelsartikel zum Verkauf angeboten. Lingeborne Ärzte kommen mit ihre?: Tropfe?: und Pillen hierher, u?n die Leute zu heilen und den Teufel auszutreiben. Die meiste?: Araber meinen, wen?: sie irgend ei?: Leide?: habe?:, sie seien de?n „Ienoon" oder den: Teufel in die Hände gefalle?:. Menn der Sultai: in Marokko ist, geht der Markthandel gut, dagegen wird kau?n ein Geschäft ge?nacht, we?:?: er sich in einer der anderen Hauptstädte aufhält. Aus de?nselbe?: Gru?:de war während meiner Anwesenheit ii: Marokko fast die Häfte der Läde?: geschlossen. Außerdem giebt es hier noch einen anderen Markt: den „Sok el Abid".oder Sklavenmarkt. Dieser wird dreimal wöchentlich gehalten. Der Verkauf beginnt um 5 Uhr nachmittags und dauert p/2 Stunde?:. Keinem Juden wird es erlaubt, auf diese?: Markt zu gehe?:, aber Thriste?: könne?: ihn ohne jede Schwierigkeit besuchen. Ehe der Versteigerer die Sklave?: u?n de?: Marktplatz herumführt, spricht er ein kurzes Gebet und ruft Gott a?:, derselbe wolle die Sklaven a?: ei?:e?: gute?: Platz bri?:ge?:. Die letztere?: werden vo?: de?: Kauflustige?: geprüft, gerade wie man Pferde oder Maulesel prüft, ehe man sie kauft. Der höchste

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