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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 1 (1889) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
1 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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anderes Necht und keine andere Gerechtigkeit, als die Gerechtigkeit, die Jesus Christus durcb senie saure Blutarbeit zu Gethsemane und auf Golgatha erworben hat, und die Grundfesten Jerusalems müssen auf dem Stein ruhen, den zwar die ungläubigen Bauleute verworfen haben, der aber zum Eckstein geworden ist. Die Kirche des Evangeliums hat daher die Aufgabe, im Namen und in der Kraft des HLrrn Zion zw bauen und Jerusalem aufzurichten. Denn dies Wort (das Evangelium) ist der Kammer, der die felsenharten Kerzen zerschmeißt, daß sie sich zu Bausteinen des lebendigen Zions zurichten lassen; dieses Wort ist die Helle Leuchte, in deren Gnadenschein man das eigene Elend, aber auch den HLrrn der Herrlichkeit erkennt, in den jene gestochen haben; dieses Wort ist es, welches das.Verlangen nach 'Gnade weckt, aber auch Gnade mitteilt, so daß begnadigte Sünder dem HLrrn entgegenjubeln: „Gelobet sei, der da kommt im Namen des HLrrn!"" Zn dem auf die predigt folgenden Gebet wurde der Heiland angefleht: „Wecke Deine Christenheit auf und begnadige sie durch Deinen heiligen Geist, daß sie immer völliger werde im Glauben, in der Liebe und in guten Werken, die durch Deine Gnade und zum Lobe Deines herrlichen Namens geschehen! Siehe in Gnaden auch Israel an, vor dessen Augen noch immer die Decke Mosis hängt, daß sie Dich, den HLrrn der Herrlichkeit, nicht schauen können, und laß den Hellen Morgenstern Deines Worts in ihren finstern und toten Kerzen aufgehen! Baue die Mauern Jerusalems, wie Deine Knechte mit heiliger Inbrunst bitten, und bessere Zions wüste Stege! Ja, gieb Deinem Worte einen recht gepriesenen Lauf, daß die ganze Erde voll werde von Deiner Erkenntnis und dein Preise Deines herrlichen Namens, auf daß das Heil Deiner Erlösung. sich allen nahe und alle Herzen frohlocken: „Gelobet fei, der dackommt im Namen des HLrrn!" Hallelujah! Amen." Ein dem Entschlafenen gewidmetes Zeugnis der Liebe und Verehrung möge auch an dieser Stätte einen Platz finden. Das in die anspruchslosen Verse verwobene Psalmwort (ps. 7\, 25) stand auf der Blumenkarte, welche dem Schreiber dieser Zeilen mit Segenswünschen für Amt, Haus und Herz dreiviertel Jahre vor dem Heimgang von. Pastor Weiß aus dem Hause desselben zugesandt wurde:? Wieder rief der HErr des Fimmels Du, HErr, der du ihn gegeben, Einen treuen Diener ab, Und die Leibeshülle senkten Wir ins tiefe, dunkle Grab. Jahrelang war er zum Segen Vielen Tausenden gesetzt: Jetzt wird mit dem Tau der Thränen Seine stille Gruft benetzt. Aber Heil uns, daß die Fahne Christi sich auch hier erhebt! Nur der Leichnam ist's ja, welchen Auf dem Friedhof man begräbt. Zwar auf Erden hat vollendet Nun der Pilger seinen Lauf, Doch der Wohnort der Verklärten Chat ihm seine Thore auf. Der du ihn genommen hast, Hast ihm nunmehr abgenommen Seiner Leiden schwere Last. Nicht mehr seufzt er in der langen. In der bangen Trübsalsnacht. Du hast, treuer Gott, in Gnaden Alles, alles wohlgemacht. Nun darf er das Glück genießen. Das er suchte mit Begier. Nun sind seine Lippen fröhlich Und lobsingen ewig dir. Und sein Haupt ist mit der Krone Der Gerechtigkeit geschmückt, Wird nicht von dem Joch der KrLmVheiT Und des Alters mehr gedrückt.

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