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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 1 (1889) · page 3

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Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
1 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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schon längst vorher kalt werden lassen. Gb die begeisterten Worte der Bekennerin noch weiter gewirkt haben, wird die Ewigkeit ausweisen. Am Schluß seines Berichtes erwähnt der Sohn dieser vortrefflichen Frau, daß es wohl keinen besseren weg zur Lösung der Iudenfrage gebe, als wenn man den Israeliten durch Wandel, Werk und Wort den holdseligen Iesum vor Augen male. Hn frischen Gräbern, i. Am 13. August ^888 entschlief in Breslau nach schweren Leiden der frühere Pastor prim. Ernst Friedrich August weiß im Alter von 82 Jahren. Derselbe war vom Jahre 1836 an bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand am 1. Januar 1882 Seelsorger der hiesigen Magdalenengemeinde. wie er an dieser als geistlicher Vater von Tausenden in reichem Segen arbeitete, so gingen von ihm auch in weitere Kreise heilsame Einflüsse aus. Insonderheit förderte er kräftig alle Missionsbestrebungen. Auch für Israel hatte er ein warmes Herz. Die Teilnahme an dem Volk des alten Bundes war ihm schon von seiner frommen, bibelkundigen Mutter eingeflößt worden, die selber, wie die Mutter von Dtto Funcke, gelegentlich Iudenmission trieb. Mit dem seligen Dr. Äehler, dem in Breslau, später in Tübingen angestellten Professor fürs Alte Testament, sowie mit dem 1886 verstorbenen Iudenmissionar Hartmann, dem Begründer der „Dibre Emeth", war er innig befreundet. In einer bei der Stiftungsfeier des evangelischen Bistums zu Jerusalem am 21. Januar 1857 gehaltenen predigt, die Matth. 23, 37—59 behandelte, sprach Weiß sich über seine Hoffnung für Jerusalem und Jerusalems Kinder, das Volk Israel, und über die aus dieser Hoffnung für die Christenheit sich ergebende Aufgabe in schönen Worten aus. „Es sollte Jerusalem unter die Gerichte Gottes kommen", heißt es darin, „aber nicht zu immerwährendem Verderben, sondern nur so lange, bis es spricht: „Gelobet sei, der da kommt im Namen des HLrrn!" Diese Hoffnung wird auch noch durch andere Aussprüche der heiligen Schrift bestätigt, wenn es heißt: „wenn du geängstigt sein wirst und dich treffen werden alle diese Dinge in den letzten Tagen, so wirst du dich bekehren zu dem HLrrn, deinem Gotte, und seiner Stimme gehorchen, denn der HErr, dein Gott, ist auch ein barmherziger Gott, er wird dich, nicht lassen, noch verderben, wird auch nicht vergessen des Bundes, den er deinen Vätern geschworen hat." Und abermals: „Darnach werden sich die Kinder Israels bekehren.und den HLrrn, ihren Gott, suchen und werden den HLrrn und seine Gnade ehren in der letzten Zeit." Und wiederum: „Zu der Zeit werden frische Wasser fließen von Jerusalem und der HErr wird König über alle Lande sein." Doch diese Aufrichtung Israels und Jerusalems kann nur geschehen auf den: Wege einer aufrichtigen Bekehrung zu Christo in der Kraft des Wortes des lebendigen Gottes. Zion muß durch Recht erlöset werden und seine Gefangenen durch Gerechtigkeit. Das aber ist kein

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