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Dibre Emeth · 1889-01-01 · 1 (1889) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
45 (1889)
Issue
1 (1889)
Date
1889-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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5 Das bezeugt uns unser Glaube, Darum Trocknen wir die Thränen, Und wir halten daran fest, Darum klagen wir nicht mehr Daß, wer seinem Gotte dienet, Um den Toten. Ach, daß wir so Bis zum Tod ihn nicht verläßt Selig stürben einst wie er! Und sich mit dem Blute reinigt, Hilf dazu, o Gott und Vater,> Das vom Kreuzesholze rann, Hilf uns, o HErr Jesu Christ,. Daß der auch im Todesthale Der Du uns für Tod und Leben Nicht verlassen werden kann! Einziger Erlöser bist! Was haben wir an der Kbel, namentlich dein Meilen Testament?. Unter diesem Titel ist soeben ein vierseitiges Flugblatt erschienen, welches die im Jahrgang (885 der „Dibre Emeth" (Nr. 2) veröffentlichte Zusammenstellung von Aussprüchen hervorragender Männer über die heilige Schrift mit vier Zusätzen enthält-. Neu hinzugekommen sind die Nummern 2, (5 und 20, Worte von Goethe, Menken und Luther. Dieselben lauten: „Eigentlich lernen wir nur von Büchern, die wir nicht beurteilen können. Deshalb ist die Bibel ein ewig wirksames Buch, weil, so lange die Welt steht, niemand auftreten und sagen wird: Ich begreife es im Ganzen und verstehe es im Einzelnen." (Goethe.) — „Die evangelische Geschichte unseres HLrru bleibt dem menschlichen Herzen, das ihren hohen unschätzbaren wert einmal erkannt hat, lebenslang das Liebste und Teuerste, eine unversiegbare Quelle der Erkenntnis und Freude, der Kraft und des Trostes. So kurz diese Geschichte dem Buchstaben nach ist, so reich und unerschöpflich ist sie dem Geiste nach. Nicht nur, daß die Geschichte einer solchen Person, die den Geist ohne Maß empfing, für uns der würdigste Gegenstand der Betrachtung und Bewunderung jst, und daß wir an ihrem Sinn und Verhalten , nie auslernen, . . daß. die Seele nicht müde wird, Jesum in dieser Geschichte, als in dem ähnlichsten Bild, mit dem reinsten Wohlgefallen anzuschauen: diese Geschichte ist auch ein getreuer Spiegel der Welt und des menschlichen Lebens, . . so daß wir nicht wohl in eine Lage kommen, . . wozu sich nicht ein Ähnliches in dieser Geschichte fände, das uns züm Tröste, zur Belehrung und Stärkung sein könnte." (Menken.) — „Johannis Evangelium und St. Pauli Episteln, sonderlich die zu den Römern, und St. Peters erste Epistel sind der rechte Kern und Mark unter allen Büchern... Denn in diesen findest du. . gar meisterlich ausgestrichen, wie der Glaube ckn Christum Sünde, Tod und Hölle überwindet und das Leben, Gerechtigkeit und Seligkeit giebt. welches die rechte Art ist des Evangeliums. ... weil Johannes gar viel der predigten Christi schreibt, . . ist. sein Evangelium das einige, zarte, rechte Hauptevangelium." (Luther.) — „Der Hebräerbrief ist eine ausbündige, feine Epistel, die vom Priestertum Christi meisterlich und gründlich aus der Schrift redet, dazu das Alte Testament fein und reichlich ausleget; . . eine starke, mächtige, hohe Epistel, die da hoch herfähret und treibet den hohen Artikel des Glaubens von der Gottheit Christi. . Keine Epistel führet mit solcher Gewalt die Schrift als diese, daß der Verfasser ein trefflicher apostolischer Mann gewesen, ist, er sei auch, wer er wolle." (Luther.)

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