Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 45 (1889)
- Issue
- 1 (1889)
- Date
- 1889-01-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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hier geboten wird, was sie sonst nirgends erlangen können. „I? re tloka Yesu, ja, es fehlt uns Jesus!" sagte ein heidnischer Häuptling in Süd-Afrika nach einer Rede des Berliner Missionars Stech. Unter den Rindern Israel ist diese Erkenntnis wohl nur selten vorhanden, nur eine Ausnahme von der Regel. Wie vor \800 Jahren wird von ihnen auch jetzt noch die. Losung ausgegeben: „hinweg mit ihm!" wir aber wissen, daß all ihr Jammer mit der Verwerfung des Sohnes Gottes zusammenhängt, und hören darum nicht auf, zu lehren und zu laden. Unser Abschnitt giebt uns endlich noch einen Aufschluß über das, was wir bei einer solchen Thätigkeit zu erwarten haben. Nicht immer brauche!: wir zu klagen: „Ich arbeite vergeblich und bringe meine Rraft umsonst und unnützlich zu" (Jes. ^9, Es fehlt auch im \9- Jahrhundert nicht an Israelitei:, die bereit sind, ihre Bedenke?: einmal fahren zu lassen und den Gang zu Jesu zu unternehme?:. Sie haben viel über ihn gelesen .und gehört, vielleicht auch schon ernstlich über ihn?:achgedacht und sind doch bisher nie ins reine gekommen. Jetzt wagen sie es oh?:e Hintergedanken, in ehrliche?:: Verlange?: nach der Wahrheit, mit Jesu i?: Verkehr zu treten, und — werde?: seine Jünger, überströmt vo?? de?: Rräften der unsichtbaren Welt. Möge es den „Dibre Lmeth" in ihre?n neuen Gewände recht oft vergö?:nt sein, für einen Nathanael der Philippus zu werden, der zu Jesu und da?nit zum Heile führt! Eine Iudenmissronarin. Der bekannte Bremer Pastor Otto Funcke erzählt in seine?: „Iugenderi?:?:erungen" (Ehristoterpe (889, S. 205 f.) von einer nächtlichen Reise im Postwagen, die er einst als Knabe mit seiner frommen Mutter von Hückeswagen nach Olpe ii: Westfalen machte. Drei mitfahrende Israeliten, wahrscheinlich Pferdehändler, belästigten die letztere durch de?: «Aualin, de?: sie ihre?: Tabackspfeifen entlockte?:. Frau F. verbat sich das zuerst, besä?:?: sich dann aber eines bessern und erklärte, sie wolle sich das Rauche?: gefalle?: lassen, wenn je?:e still und oh?:e Lästerung anhören wollte?:, was sie ih?:en von de?n HErrn Jesu, de?n wahrhaftigen Messias Israels, erzählen würde. Die jüdischen Männer gingen aus diesen Vertrag ein. Die kleine Reisegesellschaft saß in Dampf und Dunkel, aber die Söhne Abrahams hörten das Evangelium und kamen also i?:s Licht. Frau F., die ei?:e ungewöhnliche Lrzählungsgabe besaß, suchte den Zuhörern nachzuweisen, daß es geradezu wahnsi?:?:ig sei, jetzt, nach der Offenbarung Gottes in Jesu, noch ei?:es anderen Messias zu warten. Ihre aus kindlichem Glauben hervorguellenden, mit natürlicher Unbefangenheit und Einfalt gepaarte?: Worte führten zwar keine sofortige Bekehrung herbei (bei Sonnenaufgang verrichteten die Juden in gewohnter Weise ihre Andacht), aber doch machte das Zeugnis der christlichen Frau auf die Zuhörer offe?:bar großen Ei?:druck. Von Spott oder Zorn war?:ichts zu hören, vielmehr dankten die drei Männer ihrer Reisegefährti?: tief bewegt, als sie in Olpe von ei?:a?:der Abschied?:ah?nen. Ihre pfeifen hatten sie