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Dibre Emeth · 1888-01-01 · 10 (1888) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
44 (1888)
Issue
10 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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rikaner zu derselben Zeit Saloniki zum Mittelpunkt ihrer Mission unter den Juden des Ostens machten, so wurden Lord und Goldberg nach Konstantinopel versetzt, wo die zu verrichtende Arbeit noch wichtiger war. (Nach „The Jewish Intelligence", 1888, S. 7 ff.) Das Wiedergefundene Paradies. (i. Mose 2, 10—15 und Im fernen Morgenlande In längst vergangner Zeit, Da xrangte einst ein Garten In Frühlingsherrlichkeit. Ein Strom durchfloß befruchtend, vierfach geteilt, die Au'n. <D sel'ge Lust, den Garten Zu hüten, zu bebau'n! Doch ach, bald war verschlossen Er durch des Gärtners Schuld! Mit Ungehorsam lohnte Der Knecht des Herren Huld. Er aß, der Frevler, gierig von der verbot'nen Frucht. Er fiel, der Schwächling, als er Zum Bösen ward versucht. Jahrtausende vergingen. Sie brachten Not und Schmerz. Ls stiegen Klagen, wünsche Und Seufzer himmelwärts. Die Sehnsucht fand Lrhörung: Ein starker Held erschien. Der alte wundergarten ward aufgethan durch ihn. Denn, wo die Kirche Christi In dieser Welt besteht, vom heil'gen Geist der Pfingsten Gar kräftiglich durchweht, Da muß ein Eden wieder, Ein Paradies, erblüh'n, Da sind vier Ströme, welche Das Gartenland durchzieh'n. In allen fließt Ein Wasser: Vierfach geteilt Ein Geist. Der erste der vier Ströme Apostellehre heißt. Apostelgeschichte 2, 42.) Dem pison gleich, enthält er viel Gold und Edelstein. Komm täglich, Freund, und wasche In diesem Strom dich rein! Gemeinschaft ist der zweite Der Ströme zubenannt. Er fließt, ein zweiter Gihon, Auch um das Mohrenland. Er sammelt alle Völker In dessen Königreich, Der sprach: „wo zwei der Meinen, Da bin ich unter euch." Hidekel einst das dritte Äer Ldenwaffer hieß. Brotbrechen heißt das dritte In unserm Paradies. Sich selber beut der Heiland Im heil'gen Mahle dar. Vergebungsgnade bringt er Der schwachen Iüngerschar. Dem phrath entspricht, zum vierten, Das gläubige Gebet, Das Gottes Güte preiset Und neues Heil erfleht, wer kennt es nicht, dies Wasser, Das wunderbar belebt, Das Herz von Sünd' und Sorge Zum Gnadenthron erhebt? Das find die heil'gen Fluten, Der viergeteilte, vom Erhöhten Haupt im Fimmel Uns zugesandte Strom. So prangt an allen Orten Noch jetzt zu jeder Zeit, wo Christus herrscht, ein Garten In Frühlingsherrlichkeit. Der Talmud und die Farben. ' In seiner kürzlich veröffentlichten Schrift „Iris. Farbenstudien und Blumenstücke" (Leipzig: Dörffling und Franke, 1888) macht Professor Franz Delitzsch einen im Jahre 1878 gehaltenen und

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