Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 44 (1888)
- Issue
- 8 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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7','^^'^'- /-f -’-c >> >'*:-,Vi* >f7- < *, 61 Macht, nicht die dienende Liebe kannte, und in welcher der Genuß das höchste Glück auf Erden und im Himmel ist, wie unter seinem Glauben an eine unabwendbare Notwendigkeit, ein ehernes Geschick, das Leben der Völker des Ostens gestaltet? -Der Eindruck drängt sich jedem Beobachter auf, dem gläubigen und dem ungläubigen, deck weltlich oder kirchlich empfindenden: Die Völkerwelt deS Orientes ist in einer geistigen Erstarrung, sie ist tot. „Die Arbeit aber des Jerusalemsvereins ist, das Tote lebendig zu machen. Auch wenn wir uns auf die Versorgung unserer deutschen Kirchen und Schulen beschränken wollten, so würde'es unmöglich sein, daß nicht von ihnen eine Wirkung ausginge in die sie uckgebende Völkerwelt. Aber von Anfang an ist die Liebe zu der Völkerwelt des Orients in den Arbeiten der deutschen evangelischen Kirche im Morgenlande eine treibende Kraft gewesen." Aus dem Leben des Predigers Wright. Am 6. September 1887 starb der englische Prediger Buch an an Marren Wright zu Norton Cuckney. Als Freund der Judenmission und ehemaliger Missionar und Schriftführer der Londoner Judenmissionsgesellschaft soll derselbe in diesem Blatte einen kurzen Nachruf erhalten. Wright entstammte einer alten schottischen Puritanerfamilie. Auch die Vorfahren seiner Mutter lebten in Schottland. Durch seine Mutter war er mit dem Dichter Lord Byron verwandt. Sein Vater kam als Arzt nach Westindien und starb hier, erst 33 Jahre alt. Wright war das älteste von 6 Kindern. Er wurde am 5. August 1810 geboren. In Schottland empfing er seine Erziehung zu Aberdeen und Winchester. Dann bildete er sich in Edinburg zum Arzte aus. Am 6. Juli 1829 reiste er in dieser Eigenschaft im Dienste der ostindischen Gesellschaft nach Ostindien. Hier trat er in die Armee ein. Die militärische Zucht übte auf ihn einen heilsamen Einfluß aus. Zur Frömmigkeit wurde er freilich weniger angehalten, da diese unter den Soldaten selten zu finden war. Er achtete die wenigen Frommen, ohne sich jedoch ihnen anzuschließen. Bei der Niederwerfung eines Aufstandes empfing er tiefe Eindrücke von der Großartigkeit der indischen Natur. Aber wie viele seiner Kameraden, so nahm auch ihn das indische Fieber sehr mit. Infolge dessen ließ er sich beurlauben und kehrte 1834 nach Schottland zurück. Zwei Jahre später trat er in die Ehe. Seine Gattin wurde ihm die treueste Lebensgefährtin. 183? erwarb er sich in Edinburg den Titel eines Dottors der Medizin. In dieser Zeit vollzog sich eine Wendung