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Dibre Emeth · 1888-01-01 · 7 (1888) · page 7

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Journal
Dibre Emeth
Volume
44 (1888)
Issue
7 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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teilnehmen. Mancher sagt: „Ich liebe die Juden nicht. Sie sind falsch, untreu u. s/w. Ich will mit ihnen nichts zu schaffen haben." Man antworte: „Ich will das zugeben, aber ich kann nicht vergessen, daß ich Nichtjuden finde, welche ihnen in solchen bösen Dingen an die Seite gestellt werden können. Was hat Dich zu einem aufrichtigen, liebenswürdigen Menschen gemacht? Es ist das Evangelium des HErrn Jesu Christi. Und doch wendest Du Dich von den Juden ab, die früher von der Kirche verstoßen wurden, denen das Evangelium jahrhundertelang vorenthalten wurde, und verlangst von mir zu glauben, daß die Juden das sein sollten, wozu sie doch keine andere Kraft, als eben die von Dir ihnen vorenthaltene machen könnte?" Der dritte Antragsteller, Dr. Chaplin, gedachte der im letzten Jahre Heimgegangenen Freunde der Gesellschaft, auch Kaiser Wilhelms/ und sprach die üblichen Danksagungen aus. Er wies darauf hin, daß das Evangelium selbst in Österreich und Rußland ziemlich ungehindert verbreitet werden kann. In Paris sah er vor einiger Zeit 120 junge Israeliten, außer einer Anzahl Frauen, die der Verkündigung der frohen Botschaft ruhig zuhörten. Unter den Protestanten erwacht mehr und mehr die Erkenntnis von der Notwendigkeit der Judenmission., So hat sich in Frankreich im Februar d. I. eine neue protestantische Missionsgesellschaft gebildet. Der Segen bleibt nicht bei den Juden, sondern geht auch auf die Kirche und die Welt über. Der letzte Redner war Missionar M amlock aus Paris. Dann wurde noch einmal gesungen und die Versammlung mit dem Segen geschlossen. Wir rufen der nun seit achtzig Jahren unter. Gottes Segen wirkenden Gesellschaft von Herzen das Wort zu, mit welchem, nach Luthers Übersetzung, Mose, der Mann Gottes, am Abend seines Lebens den Stamm Asser begrüßte: „Dein Alter sei wie Deine Jugend!" Muhammedamsche Juden. In Saloniki, dem alten Thessalonich, giebt es eine Gemeinde von Juden, deren Vorfahren vor ungefähr 200 Jahren die Religion Muhammeds angenommen haben. Die letzteren waren Schüler des Sabbathai Zebi. Bon Ägypten bis Klein-Rußland (Ruthenien) zählten die Anhänger dieses falschen Messias nach Tausenden. Unzufrieden mit dem Geist, der damals in der Synagoge herrschte, begrüßten sie mit Freuden die Ankunft des vermeintlichen Erlösers. Unähnlich dem wahren Messias, wollte Sabbathai Zebi ein Reich von dieser Welt errichten. Geld und andere Kostbarkeiten

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