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Dibre Emeth · 1888-01-01 · 7 (1888) · page 4

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Journal
Dibre Emeth
Volume
44 (1888)
Issue
7 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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von Jes. 62, 10 — Kap. 63 und einem Gebet teilte der erste Sekretär der Gesellschaft, Prediger Fleming, eiftett Auszug aus dem Jahresbericht mit. Die Arbeit unter Jsxael geht überall in erfreulicher Weise voran/ Im letzten Jahre wurden von Agenten der Gesellschaft in London 22, in Berlin 25, in Jerusalem 13 Israeliten getauft. Die Schriftenverteilung war wieder sehr bedeutend. Außer 5600 Bibeln und 4018 Neuen Testamenten, bezw. Teilen, wurden 47 219 eigentliche Missionsschriften, 119 784 Exemplare von Missionszeitschriften «nd 59 301 Flugblätter abgegeben. Der Erlös aus dem Schriftenverkauf betrug 182 Pfund St. Die Jahresrechnung schließt leider auch diesmal mit einem Defizit, da der Einnahme von 33 925 Pfund eine Ausgabe von 37 344 Pfund gegenübersteht. Nähere Mitteilungen aus den vorjährigen Erfahrungen der Gesellschaft behalten wir uns für später vor. Auf den Sekretär folgte der Präsident, Sir John Kennaway. Derselbe sprach mit Worten der Dankbarkeit von dem kranken deutschen Kaiser, welcher der Gesellschaft den gleichen Jahresbeitrag zahlen will, wie Kaiser Wilhelm I. Er bezeichnete als besonders wichtiges Arbeitsfeld Jerusalem. Er erwähnte auch, was den Lesern dieser Blätter schon bekannt ist, daß das Komitee die Pläne des dortigen anglikanischen Bischofs nicht verwirklicht habe. Der Beifall, den diese Worte bei den Anwesenden fanden, bewies aufs neue, daß das Verfahren des Komitees in weiteren Kreisen volle Billigung erfährt. Den ersten Antrag stellte ein Mitglied der Kirche von Schottland, das wie Sir Kennaway zugleich Mitglied des Parlaments ist, Herr I. A. Campbell. Der Antrag ging auf Annahme und Verbreitung des Jahresberichts und auf Förderung der Hilfs? vereine, von denen die Gesellschaft hauptsächlich abhängt. Der Redner rühmte die Verdienste der letzteren^ Von der Verehrung, deren sich Professor Delitzsch auch unter den Engländern erfteut, zeugten die Beifallsrufe, die den Redner bei der Nennung des Namens dieses Gelehrten unterbrachen. Allen Bestreitern der Notwendigkeit der Judenmission legte er die Frage vor: „Was macht Ihr mit dem 11. Kapitel des Römerbriefs? " Die Bedeutung der Hilfsvereine stellte er mit einer Geschichte anschaulich dar. Eine Stadt wurde von einem Schneesturm heimgesucht. Als die Bewohner in der Frühe aus den Fenstern sahen, lag der Schnee auf den Straßen kniehoch. Man fragte sich: „Wie kann diese Schneemasse entfernt werden?" Die Leute gerieten geradezu in Verzweiflung. Da kam der Befehl, daß jeder das Pflaster vor seinem eigenen Hause reinigen sollte. Dies erschien ihnen nicht unmöglich. Als sie damit fertig waren, fanden sie zu ihrer Überraschung, daß die Straßen der Stadt

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