Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 44 (1888)
- Issue
- 6 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Zeugnis an Israel, welches ihm seit Jahren auf dem Herzen lag, recht viele Irrende zur Wahrheit führen! Mögen auch recht viele christliche Freunde Israels diese ausgezeichnete Waffe für den uns verordneten heiligen Krieg der Judenmission in die Hand nehmen und fleißig gebrauchen! Schon im Februar d. I. erschien als Nr. 17 der Schriften des Leipziger Institutum Judaicum (die Arbeit von Delitzsch bildet Nr. 18 und 19): „Das rechte Verhalten der Christenheit gegen Israel. Ein Mahnwort von D. Fr. H. Anacker, weiland Ober-Konsistorialrat zu Dresden." 34 S. Preis: Mk. 0,40; elegant: Mk. 1,50. Der in Leipzig am 31. Mai 1887 gehaltenen Ansprache liegt Luk. 13, 34 f. zu Grunde. Nach dieser Bibelstelle besteht das rechte Verhalten gegen Israel darin, daß wir „den Ernst des göttlichen Gerichtes über dies Volk rückhaltlos anerkennen, aber auch an den Gnadenrat Gottes über dies Volk hoffend glauben, und in Liebe an der Sammlung des geistliche« Israel aus allen Völkern arbeiten." Auf die gedankenreiche Betrachtung folgt eine Reihe von tiefempfundenen und formvollendeten Liedern des Heimgegangenen mit zwei Bildern von Albert Zeh, wie auch ein Bild Anackers der Schrift beigegeben ist. Christus bei Josephus und Gacitus. In einer Besprechung der sehr empfehlenswerten Sturhahnschen Schrift „Von Herodes dem Großen bis zum Kriege mit den Römern" (Detmold, 1887) macht das Missionsblatt des Rheinisch- Westfälischen Vereins für Israel (1888, Nr. 1) darauf aufmerksam, daß Leopold von Ranke, der große Geschichtsschreiber, die den Begründer des neuen Bundes betreffende Stelle der Archäologie des Josephus im wesentlichen für echt erklärt hat. Den Wortlaut jener Stelle kennen die Leser der „Dibre Emeth" aus den im Jahrgang 1886 (S. 74 f.) mitgeteilten „Parallelen zum Neuen Testament". Rankes Urteil findet sich im 3. Band seiner Weltgeschichte, Abteilung 2, S. 40 f. Er sagt: „Ich halte die Stelle für interpoliert (durch eine Einschaltung erweitert), aber keineswegs für untergeschoben. Die Worte, die sich auf die Auferstehung beziehen, samt der Erwähnung der darüber sprechenden Prophezeiungen konnten allerdings nur von einem überzeugten Christen geschrieben werden, und zwar nur von einem Juden-Christen, der an die Heiligkeit der Prophezeiungen ebenfalls glaubte, — und zu denen gehörte Josephus gewiß nicht. Wenn man aber diese Worte wegläßt, so hat das Übrige einen guten Zusammenhang. Josephus