Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 44 (1888)
- Issue
- 5 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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zeüguiig der positiven Union angehöre, welche mein seliger Vater gestiftet hat. Der Grund und Fels, an dem ich und wir alle aushalten müssen, ist der unverfälschte Glaube, wie ihn die Bibel uns lehrt." Bei diesen Worten erhob der Kaiser nachdrücklich die Hand. Dann fuhr er fort: „Möge Ihnen allen der heutige Tag dazu gesegnet sein, die Erkenntnis Gottes und seines eingeborenen Sohnes Jesu Christi als die einzige Quelle wahren Heiles in Ihnen zu fördern! Es kann ja ein jeder handeln, tvie sein Gewissen ihm sagt, aber alle müssen doch aüfbauen auf dem einen Grunde der Bibel und des Evangeliums!" — Auch in der Antwort auf ein Huldigungstelegramin der preußischen Generalsynode, welche im Oktober 1879 in Berlin tagte, bekannte er sich zu „dem Grund des Wortes Gottes, wie es uns durch seinen eingeborenen Sohn, unfern Heiland, Übermacht und gelehrt wird". — Im November 1884 äußerte sich der Kaiser gegenüber dem Brandenburgischen Synodalvorstand: „Als Schirmherr der evangelischen Kirche werde ich stets bestrebt sein, deren Bestes zu fördern. Es freut mich herzlich, neuerdings ein Wachstum des kirchlichen Lebens wahrzunehmen. Ich hoffe, daß Gott, der Herr, der so Großes an uns gethan, auch unsere Kirche ferner schützen und fördern wird." In welcher Weise Wilhelm I. seinen christlichen Glauben, von dem wir so zahlreiche und ergreifende Zeugnisse vernommen haben, angesichts des Todes bekannte, ist noch in unser aller frischer Erinnerung. Gott schenke unserm Volke allezeit Männer, welche sich nicht scheuen, auch in hoher Lebensstellung ihm und dem, den xr uns gesandt hat, die Ehre zu geben! Die Iudenmission auf den Universitäten. Am 28. Januar wurde in Genf in der theologischen Hochschuleder Evangelischen Gesellschaft durch Professor Antoine Baumgartner ein Institutuin Judaicum begründet, welchem auch die Professoren Tissot und Barde thätige Mithülfe zusagten. Die Mitgliederzahl beträgt 19. Das neue Institutum Judaicum in Genf steht in Verbindung mit den Kreisen gleicher Tendenz auf den deutschen und nordischen Universitäten. Wir nehmen diese erfreuliche Nachricht zum Anlaß näherer Mitteilungen über die Instituta Jüdaica überhaupt. Es giebt studentische Instituta Judaica auf folgenden Universitäten: Leipzig, Erlangen, Rostock, Breslau, Berlin, Halle, Greifswald, Bonn, der theologischen Hochschule der Brüdergemeinde in Gnadenfeld, sowie in Upsala, Kopenhagen und Christiania. Auf den. beiden letzten Universitäten ist das Institutum Judaicum nicht