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Dibre Emeth · 1888-01-01 · 5 (1888) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
44 (1888)
Issue
5 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Es ist auch mein Wunsch, daß die Verbindung von Kirche und Schule aufrecht erhalten bleibe." — Bei den am 13. September 1885 zu Karlsruhe vor dem Kaiser erschienenen Schulvorstehern erkundigte sich derselbe eingehend nach dem Stande des Religionunterrichtes und hob hervor, „daß nur auf dem Fundamente wahrer Religiosität sich ein gesundes Staatsleben gründen könne". — Nach dem Attentat vom 11. Mai 1878 sagte der Kaiser in seiner Antwort auf die Glückwünsche der Berliner Studierenden: „Ich bin dankbar gegen Gott, in dessen Hand wir ja alle stehen. Freilich, wenn tvir von Ihm abgehen, wenn wir den Boden der christlichen Religion verlassen, dann sind solche Thaten kein Wunder. Die christliche Religion ist der Grund und Boden, auf dem wir stehen bleiben müssen." — Bei dem zweiten Attentat desselben Jahres wurde der Kaiser bekanntlich schwer verwundet und genas erst langsam. Jemand sagte ihm: „Wie durch ein Wunder sind Euer Majestät errettet und geheilt." Er antwortete: „Nein, durch ein Wunder." Am 5. Dezember übernahm er wieder die Regierung „mit demütigem Dank gegen die göttliche Vorsehung, durch deren Gnade es ihm vergönnt sei, wieder mit eigener Kraft und Hand die Pflichten t seines fürstlichen Berufes zu erfüllen". Zwei Tage später sagte er auf eine Adresse der städtischen Behörden von Berlin: „Die Vorsehung hat zugelassen, daß mich so Schweres betroffen. Als ich errettet war, fand ich darin eine Mahnung, mich zu prüfen, ob ich meinen Lebenslauf so eingerichtet, meine Pflichten so erfüllt habe, daß ich wert war, gerettet zu werden. Wenn ich die kurze Zeit, die mir noch zugemessen ist, ungetrübt verlebe, so ist es der Wille der Vorsehung, und wenn es anders kommen sollte, so ist es auch der Wille der Vorsehung. . . . Es ist Ihre Aufgabe, die Herzen der Jugend so zu lenken, daß solche Gesinnungen nicht wieder aufwachsen, und dabei ist das Wichtigste die Religion. Die religiöse Erziehung muß noch viel tiefer und ernster gefaßt werden. " Die Notwendigkeit,: „die Jugend in der wahren Gottesfurcht zu unterweisen und mit Achtung vor den heiligen Gütern zu erfüllen," betonte der Kaiser auch bei dem Empfang der Berliner Volksschullehrer und gegenüber einer Deputation der Kriegervereine. — Beim 25 jährigen Jubiläum des Berliner Domkandidaten-Stiftes am 17. Juni 1879 sprach er die goldenen Wortes „Wenn etwas im Leben und Treiben der jetzigen Welt Halt geben kann, so ist es der alleinige Grund, welcher in Jesu Christo. gelegt ist. . . . Schließen Sie sich nicht der großen Menge an, welche die Bibel entweder ganz als alleinige Quelle der Wahrheit außer acht lassen oder sich wenigstens nach ihrem Sinne fälschlich ausdeuten! Sie wissen alle, meine Herren, daß ich aus voller und freier Über-

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