Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 44 (1888)
- Issue
- 5 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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35 nicht festhalten, dann sind wir keine Christen mehr. Es sind besonders in der Hauptstadt Bestrebungen hervorgetreten, die auf Leugnung der Gottheit Christi hinauslaufen. Wohin das führt, das haben wir erlebt." — Am 28. November 1878 erklärte er dem Vorstand der Generalsynode: „Vor allem kommt-,es darauf an, daß die Kirche auf dem wahren Grunde stehen bleibt . . ., auf dem Grunde des Glaubens. Ich stehe auf dem Grunde des Glaubens, auf welchen ich getauft und konfirmiert worden bin, und nichts kann mich bewegen, davon abzuweichen." — Am 25. August 1875 tagte die Hauptversammlung des Gustav-Adolfsvereins in Potsdam. Vor Beginn des gemeinsamen Mahles erschien der Kaiser in der Versammlung und richtete einige Worte an sie. So sagte er: „Mein innigster Wunsch ist, daß das Werk (des Gustav-Adolfsvereins) immer weiter greifen, immer tiefer sich einleben und immer herrlichere Früchte tragen möge. Es ist ein schweres Werk, aber der Herr wird auch ferner sein Gedeihen geben. Bleiben wir nur immer auf dem Grunde des rechten evangelischen Glaubens!" Als der Vorsitzende des Vereins erklärte, der Verein ruhe auf dem Grunde: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit", erwiderte der Kaiser: „Das ist auch mein Glaube". — Am 13. Juni 1877 sprach der Kaiser der Elberfelder Kreissynode seinen „wahrhaften Dank". aus für ein ihm zugesandtes Telegramm, „sowie für die Versicherung des Feststehens auf dem apostolischen Glaubensbekenntnisse, eine Versicherung, die leider jetzt auszusprechen not thut". — Dem - Konsistorialprästdenten Hegel schrieb er am 16. Juni 1877: „In dem Augen-- blick, in welchem ... die Symptome des Unglaubens und der Glaubensfälschung in einem bis zum Anträge auf Beseitigung des apostolischen Glaubensbekenntnisses gesteigerten Grade auftreten und an der Öffentlichkeit erscheinen, kann ich Beamte, deren Festhalten am strengen Glauben bekannt ist, nicht entlassen, ohne in den Begriffen meines Volkes Verwirrung zu erzeugen." — Bei dem Empfang von evangelischen Geistlichen auf Schloß Benrath bei Düsseldorf am 5. September 1877 sagte der Kaiser: „Es sind in der letzten Zeit Dinge vorgekommen, die mich gezwungen haben, Farbe zu bekennen in Übereinstimmung mit meinen Vdrfahren und besonders mit meinem seligen Vater, der zuerst versucht hat, die zerstreuten Glieder der evangelischen Kirche zu sammeln und nicht ohne Erfolg. ... Es giebt eine Partei, die die Religion abgeschafft haben will. Wir dürfen uns darüber nicht täuschen. . . . Wir dürfen es uns nicht verbergen, daß wir einer ernsten Zeit entgegengehen und Sie haben darin eine schwere Stellung und eine große Aufgabe. Ich stehe mit Ihnen auf demselben Grunde. ...