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Dibre Emeth · 1888-01-01 · 5 (1888) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
44 (1888)
Issue
5 (1888)
Date
1888-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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i 34 In einem Erlaß vom 18. Juni 1866 finden wir die Worte: „Ohne des Herrn Hilfe vermögen wir nichts. Bor ihm und seinen heiligen Gerichten wollen wir uns in Demut beugen, uns der Vergebung unserer Sünden durch Christi Verdienst neu getrösten und von ihm Segen und Heil erflehen."— Unter dem 21. Juli 1870 erklärt der gegen Frankreich ziehende Greis: „Es ist ein ernster Kampf, den es gilt, und er wird meinem Volke und ganz Deutschland schwere Opfer auflegen. Aber ich ziehe zu ihm aus im Aufblick zu dem allwissenden Gott und mit Aufrufung seines allmächtigen Beistandes. . . . Bon Jugend auf habe ich vertrauen gelernt, daß an Gottes gnädiger Hilfe alles gelegen ist. Auf ihn hoffe ich, und fordere ich mein Volk auf zu gleichem Vertrauen. Ich beuge mich vor Gott in Erkenntnis seiner Barmherzigkeit und bin gewiß, daß meine Unterthanen und meine Landsleute es mit mir thun." Der Erlaß ordnet dann die Abhaltung eines außerordentlichen Bettages an und bestimmt, „daß während der Dauer des Krieges in allen öffentlichen Gottesdiensten dafür besonders gebetet werde, daß Gott in diesem Kampfe uns zum Siege führe, daß er uns Gnade gebe, auch gegen unsere Feinde uns als Christen zu verhalten" u. s. w. — Am 3. September schrieb König Wilhelm an seine Gemahlin: >,,Wenn ich . . . diesen weltgeschichtlichen Akt erfolgt sehe, so beuge ich mich vor Gott, der allein mich, mein Heer und meine Mitverbündeten ausersehen hat, das Geschehene zu vollbringen und uns zu Werkzeugen seines Willens bestellt hat. Nur in diesem Sinne vermag ich das Werk aufzufassen und in Demut Gottes Führung und seine Gnade zu preisen. " — In dem Briefe, welchen der Kaiser am 3. September 1873 an Papst Pius IX. schickte, heißt es: „Ich bin mir bewußt, daß ich über Erfüllung meiner königlichen Pflicht Gott Rechenschaft schuldig bin, und ich werde Ordnung und Gesetz in meinen Staaten sleder Anfechtung gegenüber aufrecht halten, solange Gott mir die Macht dazu verleiht. Ich bin als christlicher Monarch dazu verpflichtet." „Der evangelische Glaube, zu dem ich mich gleich meinen Vorfahren rmd mit der Mehrheit meiner Unterthanen bekenne, gestattet uns nicht, in dem Verhältnis zu Gott einen anderen Vermittler als unseren Herrn Jesum Christum anzunehmen. Diese Verschiedenheit des Glaubens hält mich nicht ab, mit denen, die den unfern nicht teilen, in Frieden zu leben." — Am 29. Januar 1874 erwiderte der Kaiser eine Ansprache des Vorstandes der Brandenburgischen Provinzialsynode mit folgenden Worten: „Im Frieden für die Kirche zu arbeiten, wird Ihnen ja nicht schwer werden, wenn Sie sich auf dem Grunde des christlichen Glaubens, des Glaubens an Gott und die Gottheit Christi, halten. Denn freilich, wenn wir daran

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