Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 44 (1888)
- Issue
- 5 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Dibre Gmelh oder Stimmen der Waßrßeit an Israeliten und Freunde Israels. Begründer: I. C. Hartmann. Herausgeber: W. Becker. Nr. 5. 1888. 44. IGrgang- Inhalt: Zur Erinnerung an Kaiser Wilhelm I. — Die Judenmission auf den Universitäten. — Aus Jerusalem. — Zn Luk. 13, 34. 35. Jur Erinnerung an Kaiser Wilhelm I. Es ist den Lesern dieses Blattes bekannt, daß der am 9. März d. I. Heimgegangene deutsche Kaiser zu den Freunden und Förderern der Judenmissiost gehörte. Er zahlte der Londoner Judenmissions- Gesellschaft jährlich einen Beitrag von 25 Pfd. Sterl. — 500 Mk., wie auch sein verewigter Bruder, König Friedrich Wilhelm IV., ihr alljährlich eine Unterstützung bewilligt hatte. Im Laufe, von 26 Jahren erhielt jene Gesellschaft, die ja in Deutschland eine ganze Anzahl von Stationen besitzt, 625 Pfund — 12500 Mk. durch diese jährlichen Beiträge. So hat denn die Zeitschrift derselben, „The Iewish Intelligence“, vollständig Recht, wenn sie den Tod dieses lebenslänglichen Vereinsmitgliedes als den Verlust eines guten Freundes bezeichnet. Noch wichtiger als die Geldgaben, welche der verstorbene Fürst der Ausbreitung der christlichen Kirche unter dem Volke Israel widmete, waren die Zeugnisse echt christlichen Glaubens, die man so oft aus seinem Munde hören durfte. Auch seinen israelitischen Unterthanen kamen sie zu Ohren. Auch ihnen predigte er auf diese Weise den einzigen Weg des Heils. Sollte es für sie ganz vergeblich gewesen sein, wenn er von der höchsten Ehrenstelle in Deutschland aus den allerhöchsten Herrn im Himmel als seinen Gott und den Sohn Gottes, des Allerhöchsten, als seinen Heiland bekannte? — Wir stellen im folgenden einige solcher Äußerungen nach dem „Kaiser-Büchlein" (Heilbronn: Henniger, 48 <§>., 20 Pf.) zusammen und wünschen, daß auch jetzt noch eine Lebenskraft von ihnen ausströmen und besonders auch auf Israelitische Leser übergehen möge.