Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 44 (1888)
- Issue
- 4 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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und darauf fallen die Anwesenden über die gebratenen Lämmer her, als ob jeder dem Hungertode nahe wäre. In unglaublich kurzer Zeit ist das letzte genießbare Stück der Lämmer verzehrt. Zuletzt werden die Überbleibsel sorgfältig gesammelt und verbrannt. Darauf begeben sich alle zu ihren Hütten. Um Mitternacht ist alles vorüber, und am folgenden Tage gehen sie nach Hause." Die Synagoge der Samariter steht im südwestlichen Teil der Stadt Sichem und wird von Escher als ein kleines, unansehnliches und unbequemes Gebäude bezeichnet. Hier wird die in ihrem Besitz befindliche, angeblich mehr als 3480 Jahre alte, in samaritanischer Sprache verfaßte Handschrift der 5 Bücher Moses aufbewahrt. Diese Pergamentrolle liegt in einer doppelten runden Schachtel und ist in kostbare Tücher gehüllt. Sie wird Fremden nur selten gezeigt. Bei den gewöhnlichen Gottesdiensten bedient man sich einer Abschrift des Originals. Dom Tobe;uni Leben. Ein junger Israelit studierte die Arzeneikunde und besuchte öfter das Krankenhaus. Es fiel ihm dabei unangenehm auf, daß man einer Frau absichtlich verheimlichte, wie gefährlich krank sie war. Er nahm sich vor, dieselbe möglichst schonend über ihre- Lage aufzuklären. Nur fürchtete er, es möchte sich ihr Zustand bei der niederschlagenden Botschaft verschlimmern. Wie erstaunte er daher, als die Kranke ganz fröhlich wurde. Er fragte sie, ob er ihr noch in irgend etwas dienen könne. Sie hätte gern ihren entfernten Sohn noch gesehen. Aber der Student mußte ihr entgegnen, sie würde dessen Ankunft doch nicht mehr erleben; die Reise sei gar zu weit. Sie bat nun, daß ihr jemand vorlefe. Der Student erklärte sich selbst dazu bereit. Da zog die Kranke ihre Bibel hervor, und so kam der Israelit dazu, das Evangelium von Jesu Christo kennen zu lernen. Das Lesen desselben, verbunden mit dem, was er an der gläubigen Kranken sah,, brachte auch ihn zum wahren Glauben. (Aus dem Schweizer Blatt „Daheim" mitgeteilt von E. Kl.) Das Ueue Testament als Lebensretter. In einer französischen Stadt wohnte im Jahre 1870 eine Jüdin, die Christum gefunden und liebgewonnen hatte; ihr Gatte aber war ein ungläubiger Christ. Wie nun der Sohn in den Krieg gegen Deutschland ziehen soll, kauft sie ihm ein Neues