Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 44 (1888)
- Issue
- 3 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Ja, Israel, du hast einen König! Es ist Jesus. Warte nicht Änger eines andern! „Er ists, zweitausend Jahre schon Sitzt er auf Davids Königsthron Zu Zion, bei den Seinen. Wirf weinend dich in seinen Schoß, Mach dich von deinen Banden los! Kein andrer wird erscheinen. Dein Hoffen, Israel, ist Wahn; Bom Kreuz blickt dich dein Retter an." (F. W. Krummacher.) Aus Hreslau. Der von der Londoner Gesellschaft zur Beförderung des Christentums unter den Juden schon vor vielen Jahren eingerichtete, seit 1882 im Brüdersaal stattfindende sonntägliche Missionsgottesdienst wurde im Jahre 1887 in der früheren Weise fprtgeführt. Über die am 27. September abgehaltene Jom-Kippur-Feier berichten wir in Nr. 1 und 3 d. Bl. Einmal im Monat fanden Borträge über die Geschichte der Mission unter Israel statt. Außerdem sprach der Vertreter der Londoner Gesellschaft in verschiedenen hiesigen Vereinen, namentlich zu wiederholten Malen in einem Frauenverein für die Mission unter Israel und im akademischen Jnstitutum Judaicum. Auf seinen Reisen durch Deutschland und Österreich-Ungarn wurden 33 Städte oder Dörfer besucht, (22 in Deutschland, darunter 13 in Schlesien, und 11 in Österreich-Ungarn), 17 Missionspredigten in Kirchen und 7 Ansprachen in andern Räumen, bezw. im Freien, gehalten. An einem im Februar 1887 von ihm eingerichteten interkonfessionellen wissenschaftlichen Kränzchen beteiligten sich auch einige jüdische Herren. Zur Behandlung kamen ausgewählte Stücke aus der Kirchengeschichte und der Geschichte der Philosophie. Unter den Personen, mit denen Einzelunterredungen geführt wurden, befanden sich Rabbiner, Lehrer, Vorsänger, Rabbinats-Kandidaten, Studenten der Medizin, Rechtsanwälte, Gutsbesitzer, Kaufleüte, Wirte, eine Schauspielerin, eine blinde, hochbetagte Witwe, eine 83 jährige, seit 34 Jahren kranke Dame. Bei Besuchen erfuhr der Missionar in der Regel eine freundliche Aufnahme. Besonders liebenswürdig zeigte sich die Rabbinerfamilie in G. (Ungarn), in deren Mitte er mehrere schöne Abendstunden verlebte. Die Gesamtzahl der unter Christen und Israeliten verbreiteten Schriften betrug 11337, darunter 187 Bibeln und Bibelteile (40 wurden verkauft, 147 verschenkt) und 5856 Exemplare der „Dibre Emeth", die an regelmäßige Leser abgingen. Für heil. Schriften wurden erlöst