Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 44 (1888)
- Issue
- 3 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Me, die geheiligt werden. Wer im Geiste durchleben wir iMker von neuem den großen Bersöhnungstag, und im Glauben ergreife« wir immer wieder die Früchte des Opfers Christi, und im Sakrament des heilige» Abendmahls essen wir seinen Leib und trinken wir sein Blut zur innerlichen Versiegelung unseres Heiles. O konimt doch und nehmet daran teil! Lasset uns eure Botschafter sein, die aus seliger Erfahrung euch zurufen: Er ist unser Friede! Lasset euch versöhnen mit Gott!" Amen. Nachdem auf die obige Ansprache von Prediger Runge eine von Jesaia 53, 3—8 ausgehende Rede des Herausgebers d. Bl. gefolgt war, machte Prediger Mosel den Schluß mit dem nachstehenden Gebet und der Erteilung des Segens (4. Mose 6, 24—26). Herr, Herr Gott, barmherzig, gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue, der du bewahrest Gnade in tausend Glied und vergiebst Mifsethat, Übertretung und Sünde, und vor welchem niemand unschuldig ist! Neige dein Ohr und höre, denn wir stehen hier vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit! Ja, uM dieser deiner großen Barmherzigkeit willen, du Hirte Israels, höre, der du Josef hütest, wie der Schafe! Erscheine, der du sitzest über Cherubim! Laß uns leuchten dein Antlitz, so genesen wir! Aber, Herr, Herr, du hast uns ja dein Angesicht leuchten lassen in deinem Sohne, unserem Heilande, Jesu Christo. In ihm ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen. Ja, daran ist erschienen deine Liebe gegen uns, o Gott, daß du deinen eingeborenen Sohn gesandt hast in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darinnen stehet die Liebe, nicht daß wir dich geliebet haben, sondern daß du uns geliebet hast und gesandt deinen Sohn zur Versöhnung für unsere Sünden. Dessen freuen wir uns, dafür danken wir dir — wie wir's alle Tage und Stunden unseres Lebens thun sollen — auch in dieser Abendstunde. Zu diesem Dank gesellt sich aber gerade an diesem Abend die Bitte: O Herr, Herr, laß auch denen dein Angesicht leuchten, laß auch denen die Gnadensonne anfgehen, die nych in Finsternis fitzen, denen noch eine Decke vor den Augen liegt! Dein altes Bundesvolk Israel ist's, dessen wir an diesem Abend insonderheit gedenken, — dein Volk, entfernt