Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 44 (1888)
- Issue
- 2 (1888)
- Date
- 1888-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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13 Hausen zurück, ward am zweiten heiligen Christtage 1722 getauft, studierte Theologie und hat bis an sein Ende das Pfarramt zu Eschenberge zu großem Segen für die Gemeinde und auch für weitere Kreise verwaltet. In Dessau aber zündete jene Disputation ein solches Feuer an, daß unter anderem zwei Juden, die dort nicht zum Christentum überzutreten wagten, still fortwanderten und an andern Orten ihre Kniee vor dem Herrn beugten, auf den ihre Väter einst so sehnlich gewartet hätten. Eine Nachkommin jenes alten Reichsfeldmarschalls, der Eschel in Dessau unter seinen Schutz nahm, giebt Christen und Juden dies Büchlein in die Hand. Den Christen reicht sie es, um sie hinzuweisen auf ihr teuerstes von den Propheten so klar bezeugtes Kleinod und zugleich die Liebe zu Israel in ihnen anzufachen; den Juden; um ihnen zu beweisen, daß in Christo alle Gottesverheißungen Ja und Amen sind. Sie möchte damit auch an ihrem Teile die Weissagung Jesaia 49, 23 erfüllen helfen, daß die Könige und Fürstinnen das Volk Gottes pflegen sollen. Sie weiß, daß es einen doppelten Weg giebt, an das Herz Israels und aller dem Kreuze Widerstrebenden zu kommen. Der eine ist der der gelehrten Auseinandersetzung, der andere der des schlichten Bekenntnisses auf Grund der Schrift. Beide müssen aber, wenn sie zum Ziele führen sollen, geweihet und gesalbt sein mit eigner innerer Erfahrung und mit herzlicher Liebe zu dem Volke, dem die Patriarchen, die Propheten, die Apostel und der Herr selbst seiner Menschheit nach angehörten. Sicher ist es der letztere Weg, auf welchem die meisten Israeliten zu ihrem lange verkannten und verachteten Herrn herübergeführt sind. Diesen letzter» schlägt auch die erlauchte Verfasserin dieses Büchleins ein. Ihr Urahn schirmte den Disputanten, seine Nachkommin stellt sich in die Reihe der Bekennenden. Der Herr segne ihr Büchlein an vielen Herzen! Möge es die einen stärken und fester gründen in ihrem Glauben an den Herrn, die andern aus der Wüste herbeilocken zur lebendigen Quelle! Das wünscht und erbittet ein alter Arbeiter, der allezeit mit Dank vor dem Herrn dessen gedenken wird, was dasselbe erlauchte Fiirstenhaus in seiner Jugend an ihm gethan hat. Leipzig, am 30. November 1869. gr Freunde Israels in Frankreich. 1. Vom 6.—12. Oktober v. I. tagte zu Clairac die Synode der freien evangelischen Kirche Frankreichs. Bei ihren Versammlungen wurde nach Le Reveil d’Israel mehrfach auch der