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Dibre Emeth · 1887-01-01 · 12 (1887) · page 6

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Journal
Dibre Emeth
Volume
43 (1887)
Issue
12 (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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der Auslegung der berücksichtigten Schriftstellen nicht in allen Stücken zustimmen kann, ist die Beschäftigung mit denselben anregend und gewinnbringend. Jedenfalls können die aus unserer Hoffnung für Israel sich ergebenden Pflichten gegen dies Volk uns nicht oft genug eingeschärft werden. Unter denselben steht oben an die Pflicht der Fürbitte, Der erste jener beiden Schriftforscher hat über seine Darstellung das schöne Wort des Erzbischofs Leighton gesetzt: „Diejenigen vergessen ein Hauptstück der Herrlichkeit der Kirche, welche nicht täglich für die Juden beten." Kleine MMönsMrmg. Die „Britische Gesellschaft zur Ausbreitung des Evangeliums unter den Juden" ist die zweitgrößte unter allen Judenmissions- Gesellschaften. Wie die Londoner feiert sie alljährlich im Mai ihr Jahresfest. Das Jahr 1886 war das 44. ihres Wirkens. Von ihren 29 Misfionsarbeitern sind 14 in England, die übrigen in Deutschland (Hamburg, Königsberg, Breslau, Dresden, Stuttgart), in Österreich (Wien und Lemberg), in Rußland (Wilna, Kowno, Odessa), in der Türkei (Adrianopel) und in Italien (Rom) angestellt. Eine weitere Missionsstation soll in Berditschew (Rußland) eröffnet werden. Diese Stadt zählt 120000 Einwohner, darunter 112000 Juden. Die Einnahmen der Gesellschaft betrügen im letzten Jahr etwa 224420 Mk., die Ausgaben 128 540 Mk. — Der Bericht des „Komitees der schottischen Freikirche für die Bekehrung der Juden" schildert die 6 Arbeitsgebiete dieser Kirche: Amsterdam, Breslau, Prag, Budapest, Konstantinopel und Tiberias. Missionar Moody in Budapest steht in Verbindung mit dem bekannten Rabbiner Lichtenstein in Tüpio-Szele. Dem Missionsarzt in Tiberias wird nächstens ein Missionsprediger, W. Ewing, beigegeben werden. Der letztere beabsichtigt, einen im Juli d. I. in Breslau getauften Israeliten als seinen Gehilfen zu beschäftigen. Reben der Judenmission treiben die Agenten in der Regel auch innere Mission und Evangelisation. Das Komitee nahm 416 580 Mk. ein und gab 164 700 Mk. aus. —Die 54. Nachricht des „Lübeckischen Vereins zur Beförderung der evangelischen Missionen unter den Heiden" enthält zugleich den Kassenbericht des dortigen „Vereins der Freunde Israels" für die Zeit vom 20. Juni 1886 bis zum 19. Juni 1887. An jährlichen Beiträgen gingen von 27 Mitgliedern 67 Mk. ein. Eine Verlosung zum Besten der Judenmission lieferte 120,90 Mk. Von der Gesamteinnahme von 233,13 Mk. wurden 70 nach Frankfurt a. M, 40 nach Berlin, je 30 nach Basel und Breslau (vgl. „Dibre E." 1887 S. 72)

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