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Dibre Emeth · 1887-01-01 · 10 (1887) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
43 (1887)
Issue
10 (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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75 Komitee waren dem schnelleren Vorgehen in dieser Beziehung nicht günstig, zumal die Verbindung der Mission in Warschau mit der anglikanischen Gemeinde daselbst geplant und auch bald darauf durchgeführt wurde. Immerhin hatte der teure Mann in der kurzen Zeit eines halben Jahres, in welcher er trotz seines hohen Alters von seiner Familie fern geblieben war, viel gewirkt und erreicht, so daß er, als andere ihn in Warschau ablösten, mit Dank gegen Gott im November nach Hause zurückkehren konnte. VIII. Die letzten Jahre und der Heimgang. Noch 5 Jahre lang blieb Hartmann in seiner, wenn auch beschränkten amtlichen Thätigkeit in Breslau, ohne die er glaubte nicht leben zu können. Er wurde darin unterstützt und getragen von seinem Mitarbeiter, Pastor de le Roi, jetzt in Elberfeld. Nur sehr ungern verließ er die ihm durch 56 Jahre lieb gewesene und immer lieber gewordene Arbeit, aber er fühlte die leibliche Schwäche überhand nehmen und besonders das Augenlicht trotz zweimaliger Operation des grauen Staars mehr und mehr abnehmen. So trat er denn 1882 in den wohlverdienten Ruhestand, in welchem er nicht aufhörte, wenigstens noch betende Hände aufzuheben für das Werk, in welchem er so lange gearbeitet hatte, und über dessen Fortgang er bis an sein Ende sich durch seine Freunde und Mitarbeiter in Kenntnis erhalten ließ. Mehr und mehr richteten sich jetzt seine Gedanken nur auf die Ewigkeit. Alle Briefe, die er in den letzten Jahren an die Seinigen schrieb, zeugen von der Bereitschaft, dem Rufe seines Herrn mit Freuden zu folgen. Ein Wunsch freilich, um dessen Erfüllung er oft bis zuletzt gebetet, blieb unerfüllt. So gerne hätte er seine treue Lebensgefährtin, der er in ihrer jahrelangen schweren Krankheit Tag und Nacht mit Gebet und Zuspruch zur Seite war, bis zu ihrem Ende getröstet. Doch er sollte vor ihr aus diesem Leben scheiden, und sie sollte lernen, ohne ihn Gott dem Herrn vertrauen, ohne Murren das schwere, Kreuz ihrem Heilande nachtragen und auf seine Gnade bauen. Nur wenige Tage dauerte die Krankheit, welcher der Greis erlag: eine Lungenentzündung, die er sich bei einem Ausgange Anfang November vorigen Jahres zugezogen hatte. Er wußte, daß sein Heimgang bevorstand. Als deshalb sein Sohn im Hinblick darauf mit ihm betete und nach dem Sinn und Denken des Sterbenden ihm auch vorspräch: „Hier kommt ein armer Sünder her, der gern' durchs Lösgeld selig wär'," da verklärte ein freu-

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