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Dibre Emeth · 1887-01-01 · 9 (1887) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
43 (1887)
Issue
9 (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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landwirtschaftlichen Unternehmen zur Heranbildung junger Israeliten zum Christentum ein recht bedeutendes Inventar nötig ist, so mußten bei der größten Sparsamkeit doch recht bedeutende Summen ausgegeben werden. So ist ein Defizit von 1577 Rubeln 79 Kop. entstanden. Wir haben uns dadurch allerdings Dinge erworben, welche für viele Jahre uns von größtem Nutzen sein werden und es uns ermöglichen, die laufenden Ausgaben zu verringern. Der Herr, der den Anfang gegeben hat, wird auch den Fortgang geben und die Herzen zu weiterer Opferfreudigkeit bereit machen. Wir haben noch das Pastorat zu bauen, das angefangene Wohnhaus zu beenden und eine Räumlichkeit herzurichten, wo gemeinschaftliche Andachten gehalten werden, wo man zu den Mahlzeiten zusammenkommt und wo eine entsprechende Behausung für unseren Agronom sich befinden soll. Es ist ja des Herrn Sache, und wenn er seinen Segen auf unsere geringe Arbeit legt, so kann dort eine kleine Oase in leiblicher und geistlicher Weise entstehen, wo Personen aus Israel zu lebendigen Christen und nützlichen Bürgern des Staates herangebildet werden. Die sonstige, frühere Arbeit geht ihren stillen Gang weiter. Es sind in diesem Jahre 131 Israeliten aus 33 Orten mit uns in Beziehung getreten, um Belehrung über das Christentum zu erhalten. In unserem Asyl (in Kischinew) waren im Laufe des Jahres 36 Personen. Von uns wurden in ihrer Ausbildung unterstützt 7 Personen. Das Sakrament der Taufe empfingen 7 Israeliten. Indem ich den Herrn bitte, er möge diesen Bericht mit seinem Segen begleiten, danke ich für all' die Liebe, die von nah und fern dem hiesigen Werke der Arbeit an Israel entgegengetragen wurde, und ersuche, herzliche Fürbitte zu dem Herrn der Barmherzigkeit zu senden. __ Faltin. Aus Jerusalem. 1. Die deutsch-evangelische Gemeinde zählte Ende 1886 227 Mitglieder: 147 in Jerusalem selbst, 80 in der Umgegend. In der Gemeindeschule befanden sich 30 evangelische Kinder und ein jüdisches, im Knaben-Waisenhaus 140 Zöglinge unter 6 Lehrern und 9 Handwerksmeistern, in der Mädchen-Anstalt Talitha-Kumi 110 Schülerinnen unter 7 Diakonissen und einigen arabischen Hilfslehrerinnen. Der Waisenhausvater Schneller gründete einen arabischen Jünglingsverein zur Förderung in Religion und allgemeinem Wissen. Im Diakonissenhaus wurden während des letzten Jahres 496 Kranke, darunter 236 Muhammedaner, 82 Protestanten, 3 Proselyten, 2 Juden u. s. w., verpflegt; 5238 ließen sich in der Poliklinik behandeln. Die Zahl der Kranken des Marienstiftes betrug 154:

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