Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 43 (1887)
- Issue
- 8 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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mal war er denn auch auf seinen Reisen und gelegentlich der° Messen in Frankfurt a. O. in Lebensgefahr, aber Gott der Herr beschützte ihn allezeit gnädiglich. Bei der Wirksamkeit in Frankfurt a. O. war ihm mehr und mehr die Notwendigkeit nahe getreten, die Missionsfreunde und Proselyten zu einer kleinen Missionsgemeinde zu sammeln und dieselbe durch Gottesdienste zu pflegen und zu erweitern. In solchen Gottesdiensten sollte durch Predigten über Texte aus dem Alten Testament das Verständnis für die Mission, ihre Berechtigung und ihre Aufgaben gefördert werden. Ausführen konnte der treue Arbeiter diesen seinen Wunsch aber erst in Breslau, wohin er im Jahre 1850 versetzt wurde, um dort zuerst allein, dann in Gemeinschaft mit anderen Missionaren der Judenmission ein neues Arbeitsfeld zu eröffnen und es zu pflegen. VI. Der Missionsprediger in Breslau. Obgleich die Übersiedelung von Frankfurt nach Breslau in einer Zeit erfolgte, in welcher Hartmann durch häusliches Kreuz aufs schwerste heimgesucht war und selbst so leidend wurde, daß er fürchtete, ausspannen zu müssen, ging er dennoch alsbald energisch an die neue Arbeit und suchte auch die Erlaubnis zu erlangen, sonntägliche Missionsgottesdienste halten zu dürfen. Diese Erlaubnis wurde ihm von den Behörden erteilt und zunächst die später abgerissene Trinitatiskirche für diese Gottesdienste, die nachmittags um 5 Uhr gehalten wurden, bewilligt. Dort wurde der Grund zu der kleinen Missionsgemeinde gelegt, die sich allmählich sammelte und vergrößerte und mit Gebet und Gaben den Missionar und seine Mitarbeiter unterstützte. Besonders dankbar war Hartmann auch dafür, daß der damalige Generalsnperintendent D. Hahn, wie auch sein Nachfolger, Generalsuperintendent D. Erdmann, ein warmes Herz für die Judenmission hatten, und daß sie die Wirksamkeit der Missionare zu unterstützen und zu fördern suchten. Doch allein konnte Hartmann auf die Länge der Zeit die immer mehr wachsende Arbeit nicht bewältigen, zumal Missionsreisen oft seine Abwesenheit auf längere Zeiten erforderten, in denen die notwendige Vertretung in den Gottesdiensten, die unterdes in die St. Barbara-Kirche verlegt worden waren, schwer zu beschaffen war. Deshalb gewann er Ende des Jahres 1852 mit Genehmigung des Komitees in London einen jungen Geistlichen, Pastor Krüger, zum Mitarbeiter. Aber trotz gesegneter Wirksamkeit gab dieser schon nach etwa 2 Jahren seine Stellung als Missionar auf, um ein Pfarramt zu übernehmen. Doch sollte