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Dibre Emeth · 1887-01-01 · 8 (1887) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
43 (1887)
Issue
8 (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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itm dadurch bei ihnen mehr Liebe und Teilnahme für Israel zu erwecken, — das sollte die Aufgabe der neuen Zeitschrift sein, die den Titel „Dibre Emeth oder Stimmen der Wahrheit an Israeliten und Freunde Israels, ein Monatsblatt für Beleuchtung religiöser Zustände im Judentum" führte, und deren erste Nummer am 1. Januar 1845 erschien. Es war kein geringes Unternehmen, welches der Missionar in Verbindung mit mehreren Freunden Israels begann und mit Hilfe derselben, besonders des Or. Biesenthal in Leipzig, des Missionar Lange in Breslau und zuletzt des Pastor de le Roi ebendaselbst fortsetzte. Er hat es bis fast in die letzten Jahre seiner 56 jährigen Amtsthätigkeit fortgeführt, um es dann anderen Händen zu überlassen. Die Zeitschrift begegnete besonders in den ersten Jahren großer Feindschaft bei den Juden, die die Mission haßten, und großer Geringschätzung bei den Christen, die die Mission für ein thörichtes und unnützes Werk hielten, aber sie fand auch viel Freundschaft und Unterstützung bei denen, die Jerusalems nicht vergessen hatten und eingedenk waren, daß das Heil von den Juden gekommen ist. Die Kosten des Blattes, soweit es sich selbst nicht erhalten konnte, wurden von den Gönnern der Zeitschrift, besonders von dem Verein zur Unterstützung jüdischer Proselyten in Frankfurt a. O. und von der Londoner Gesellschaft sür Verbreitung des Christentums unter den Juden, in deren Dienste der Herausgeber stand, aufgebracht. Im Aufträge dieser Gesellschaft schrieb der Missionar auch einige Traktate, die zur Verbreitung unter Juden und Christen im Interesse der Judenmission bestimmt waren, und welche in Tausenden von Exemplaren unter den Juden verbreitet worden sind. Wir heben von ihnen nur zwei hervor: „Die Dreieinigkeit Gottes" und „Was wir wollen, oder ein Wort über Mission im Allgemeinen und unter Israel im Besonderen mit Beziehung auf die Schlußentwicklung des Reiches Gottes". Die schriftstellerische Thätigkeit des Missionars trug nicht bloß sehr viel dazu bei, daß der Verkehr mit den Juden dadurch neu belebt und der Missionsthätigkeit immer weitere Kreise eröffnet wurden, sondern sie hatte auch den Segen, daß die Mission bei immer mehr Christen, besonders auch Geistlichen, die sich vorher gegen dieselbe verschlossen hatten, zuerst Beachtung, allmählich Verständnis und zuletzt auch Unterstützung und Liebe fand. Bei all dieser zeitraubenden und auftegenden Thätigkeit durfte aber die eigentliche und direkte Missionsarbeit nicht leiden, die immer schwieriger wurde, je bekannter und zugleich gesuchter, aber auch den Juden verhaßter der Missionar wurde. Mehr als ein-

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