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Dibre Emeth · 1887-01-01 · 3 (1887) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
43 (1887)
Issue
3 (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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erlangen, worein ich mit Freuden willigte. Eines Abends nahm ich ihn mit mir zur Gebetsversammlung und führte ihn darauf bei dem hier arbeitenden Missionar ein, der auch mit ihm über, den Ratschluß Gottes zu unserer Seligkeit sprach und ihm die Notwendigkeit eines Erlösers auseinander setzte. Der Herr segnete sein Wort, und er äußerte sich sehr zufrieden über unfern Gottesdienst, besonders weil wir Gott anredeten wie ein Kind seinen Vater. Am Morgen des vierten Tages seines Aufenthalts bei mir sagte er: „Ich weiß nicht, woher es kommt, aber ich bin es so gewiß, daß der Herr Jesus der Messias ist, wie wenn ich es von meiner Kindheit an geglaubt hätte; zu meiner Verwunderung bin ich so tief von meiner Sündhaftigkeit überzeugt, daß ich fürchte, der Herr Jesus nehme mich gar nicht an, während ich mir doch vorher keiner großen Sünde bewußt war." Ich freute mich, ihn also reden zu hören, und zeigte ihm, daß der Herr Jesus gerade solche Personen annehmen wolle, welche von der Last ihrer Sünde niedergedrückt seien; denn er habe gesagt: „Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken." Er drückte dann seinen Wunsch aus, getauft zu werden. Ich führte ihn zu dem Missionar, von welchem er den nötigen Unterricht erhielt; nach einiger Zeit wurde er der Kirche Christi einverleibt, trotz der Drohungen seines Bruders und anderer Verwandten, welche hierher kamen, um seine Taufe zu verhindern. Vor anderthalb Jahren arbeitete er noch mit mir; aber da ich mein Geschäft aufgegeben hatte, verschaffte ich ihm eine Stelle bei einem hiesigen Juwelier, wo er noch ist. Um Zions willen miü ich nicht schweigen. Die Überzeugung von der Notwendigkeit der Heidenmission beherrscht jetzt so ziemlich die ganze Christenheit. In Deutschland und der Schweiz konnte sich auch der freisinnige Protestantismus ihr nicht länger verschließen. Aus diesen Kreisen ist ein „Allgemeiner evangelisch-protestantischer Missions-Verein" erwachsen. Soweit ist die Judenmission allerdings noch nicht fortgeschritten. Immer giebt es noch viele Christen, die sich nicht dazu entschließen können, „um Zions willen" ihr Schweigen zu brechen, und die den unter Israel wirkenden Heilsboten Schweigen auserlegen möchten. Aber gottlob mehrt sich doch von Jahr zu Jahr die Zahl solcher, die das Gelübde Jesaia 62, 1 zu dem ihrigen machen. An einer andern Stelle dieses Blattes wird berichtet, wie man in Dänemark und Frankreich an der Sammlung von Freunden Israels arbeitet: hier soll von zwei neuen Zeichen

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