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Dibre Emeth · 1887-01-01 · 2 (1887) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
43 (1887)
Issue
2 (1887)
Date
1887-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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13 —. - Augenblicke mehr gewirkt hatte an diesem gelehrten Pharisäer, als ich in der ganzen Zeit durch meine Disputationen. Er erhielt noch in derselben Nacht, in der er mich rufen ließ, in Gegenwart mehrerer Juden, welche er eingeladen, die heilige Taufe, die er selbst eine Nottaufe nannte, weil nämlich vor und nach der Taufe auf seinen Wunsch das Lied: „Aus tiefer Not schrei ich zu dir" gesungen wurde. Er schlief am folgenden Tage sanft und ruhig in dem Herrn ein, und sein letztes Gebet war: Jesus nimmt die Sünder an! Er hat mich auch angenommen, Mir den Himmel aufgethan, Daß ich selig zu ihm kommen Und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an! Die vorstehende Erzählung entnehmen wir dem vor einigen Monaten erschienenen Büchlein: „Wünschet Jerusalem Glück!" Dasselbe enthält eine Sammlung von Reden, in welchen Pfarrer V ölt er zu Groß-Jngersheim die Liebesarbeit der evangelischen Kirche an Israel darstellt und rechtfertigt (54 Seiten. 8°. Ludwigsburg: Greiner u. Ungeheuer). Den Ansprachen liegen folgende Schriftabschnitte zu Grunde: Römer 9, 1—5; Kap. 11,33; Jesaia 40, 1 f.; Römer 9, 26; Matth. 28, 18—20 (Text einer Taufrede); Luk. 9, 11—17; Jesaia 41, 10 u. 14; Röm. 11, 12; 1. Korinther 16, 1—4. Der Verfasser versteht es, anschaulich und darum anziehend zu reden. Wir zweifeln nicht daran, daß sich seine Schrift zahlreiche Freunde erwerben wird. Napoleon I. als Prediger des Christentums. (Schluß. Vergl. 1886 Nr. 11.) „Mrgends sonst — erklärt Napoleon mit Bezug auf die Reden Christi — findet man diese Reihenfolge schöner Gedanken und herrlicher sittlicher Grundsätze, welche an uns vorüberziehen wie die Schlachtreihen der himmlischen Heerscharen und in unserer Seele dasselbe Gejühl Hervorrufen, das man beim Betrachten der unendlichen Ausdehnung des Himmels empfindet, der in einer schönen Sommernacht von allem Glanz der Gestirne strahlt. „Nicht bloß ist unser Geist eingenommen, sondern er wird auch beherrscht durch dieses Buch, und niemals ist die Seele einer Gefahr ausgesetzt, die es zum Führer wählt. Einmal Herr unseres Geistes, ist uns das Evangelium ein treuer Freund. Ja, Gott selbst wird nun unser Freund, und in Wahrheit unser Gott. Eine Mutter trägt keine größere Sorge für das Kind an ihrer Brust. Die von der Schönheit des Evangeliums entzückte Seele gehört sich

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