Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 43 (1887)
- Issue
- 1 (1887)
- Date
- 1887-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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4 ihr alles gethan habt, was ihr schuldig seid, so sprecht: Wir sind unnütze Knechte!" Er hat sich darum nicht auf seine Frömmigkeit, seine guten Werke, seinen mühseligen Missionsdienst, sondern lediglich auf Gottes ewiges Erbarmen und des Heilands Blut und Gerechtigkeit gestützt und berufen, als es nun zum Sterben ging. So sprechen wir denn auch mit froher Zuversicht an diesem Sarge: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben, von nun an. Johann Christoph Hartmann hat in dem Herrn gelebt und ist in dem Herrn gestorben: darum weilt er nun auch nach seinem Tode bei dem Herrn. * Seine Seele kann nicht verloren gehen. Sie ruht von ihrer Arbeit und ihre Werke folgen ihr nach. Sie wartet auf ihres Leibes Erlösung in ungetrübter Gemeinschaft mit ihrem Erlöser. Unser Heimgegangener Freund vernimmt jetzt den Zuruf aus dem Munde des himmlischen Königs: „Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist über wenigem getreu gewesen, ich will dich über viel setzen. Gehe ein zu deines Herrn Freude!" Wenn an irgend einem Sarge, so können wir an diesem statt der Klagelieder Freudenpsalmen anstimmen. Und wie unser Entschlafener jetzt schon selig ist, so wird er'S immer mehr werden. Wenn einst die Posaune des Weltgerichts über die Gräber hintönt, dann wird auch dasjenige sich öffnen, welches heute seinen stillen Bewohner erhält. Auch dieser verwesliche Leib wird unverweslich auferstehen, um mit seiner Seele wieder vereinigt zu werden, und Leib und Seele werden sich dann ewiglich freuen in dem lebendigen Gott. Amen. — An diese Rede schloß sich ein Gebet an, das wir ebenfalls Mitteilen: Zu dir, o lebendiger Gott, der du über allem Wechsel auf Erden beharrst, zu dir erheben wir Herzen und Hände und sagen dir Lob und Dank für alle Wohlthaten, die du unserm Heimgegangenen Vater und Freund während seines langen irdischen Lebens erwiesen hast. Wir danken dir für allen Segen, den du von ihm auf so viele Seelen, insonderheit auf dein Volk Israel, hast ausgehen lassen. Wir danken dir dafür, daß du seine Seele nunmehr von allem Leid befreit und in die Wohnungen des ewigen Friedens ausgenommen hast, und daß du einst auch an seinem Leibe deine schöpferische Allmacht offenbaren willst, wie du sie am Ostermorgen an dem Leibe deines eingeborenen Sohnes geoffenbart hast. Wir bitten dich: Schenke und befestige allen, die um diesen Toten trauern, die gewisse und lebendige Hoffnung des ewigen Lebens, zu welcher du uns wiedergeboren hast! Richte die Hinterbliebene Gattin mit deinem starken Arme auf und stehe ihr während