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Dibre Emeth · 1886-01-01 · 9 (1886) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
42 (1886)
Issue
9 (1886)
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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69 Person, seinen Thaten und Wundern Euch noch geheimnisvoll und rätselhaft erscheint. Auch da gilt: „Dem Aufrichtigen läßt es der Herr gelingen, und dem Demütigen giebt Gott Gnade." Es bleibt dabei: Euer und Eurer Kinder ist diese Verheißung! Wer den Namen des Herrn anrufen wird, der wird selig werden. Glaube an den Herrn Jesum Christum, so wirst Du und Dein Haus selig! Mir aber sollte es eine selige Freude sein, wenn ich durch mein treugemeintes Liebeswort etlichen unter Euch den Weg des Lebens hätte weisen können. Noch in der Ewigkeit wollte ich dem Herrn des Lebens dafür danksagen und dort mit Euch mich freuen in Seinem Licht. Der Herr helfe uns dazu! Amen. W. A. Bernhard. Ein Urteil Menkrens über Israel. Der geistvolle Bremer Theologe, Dr. Gottfried Menken, gab im Jahre 1795 eine Flugschrift heraus, die den Titel führt: „Über Glück und Sieg der Gottlosen." Sie war durch die Revolution in Frankreich veranlaßt worden und wollte zu einem richtigen Verständnis dieser Bewegung anleiten. Aber viele nahmen dem Verfasser seinen in dem Büchlein zu Tage tretenden Freimut grimmig übel. Es lag Grund zu der Besorgnis vor, man könnte sich thätlich an ihm vergreifen. Nachdem die merkwürdige Schrift 1848 wieder veröffentlicht worden war, ist sie dieser Tage abermals in neuer Ausgabe ans Licht getreten. Die Verlagsbuchhandlung von R. Preyß in Augsburg hat das Verdienst, sie weiteren Kreisen zugänglich gemacht zu haben. Der Preis der 51 Seiten umfassenden Schrift beträgt 50 Pf. Unsere Leser werden sich durch folgenden Auszug (S. 39 f.) vielleicht zu näherer Beschäftigung mit derselben bewegen lassen. „Wenn wir die Geschichte der Israeliten nach der Zerstörung Jerusalems betrachten und sehen, wie dies Volk immer und überall das verachtetste, gedrückteste, elendeste Volk der Erde ist, geachtet wie Auswurf, geachtet wie Schlachtschafe; wie man es mit kalter Unmenschlichkeit bei Hunderten und Tausenden tötete und meinte, man thue Gott einen Gefallen, oder sie durch unsinnige Forderungen, im Geiste des Antiochus Epiphanes, zur Verzweiflung reizte, daß sie sich selbst töteten; und wenn wir sehen, wie diese Verachtung noch immer anhält, — dann können wir nur bei einer schändlichen Unwissenheit in allem, was lernens- und wissenswert ist, den Schluß machen, dies Volk müsse wohl Gott weniger lieb sein als alle andern. Denn sonst müssen wir wissen, daß dies Volk

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