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Dibre Emeth · 1886-01-01 · 9 (1886) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
42 (1886)
Issue
9 (1886)
Date
1886-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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68 gerecht sei und vor Seinen heiligen Augen unsträflich erfunden werde, auch nicht ein einziger! — Seht, darum thut uns eine Kapporah not, eine genngthuende Versöhnung, ein Sühnopfer, das den gerechten Zorn des heiligen Gottes von uns wende, und von jenem Fluch des Gesetzes uns erlöse! Gottlob, daß wir's bezeugen dürfen: Wir haben eine-solche Versöhnung; wir haben einen Gott, der da Hilst, den Herrn, Herrn, der vom Tode errettet!, Versöhnung bietet uns der „Knecht des Herrn," von welchem Jesaia 53 geschrieben steht: „Fürwahr, Er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Er ist um unsrer Missethat willen verwundet, und um unsrer Sünde willen zerschlagen; die Strafe liegt auf Ihm, auf daß wir Frieden hätten, und durch Seine Wunden sind wir geheilt." Von diesem leidenden, unsre Schuld büßenden Messias hatten längst schon alle Opfer Israels, insonderheit auch das Passahlamm und das Opfer am großen Versöhnungstage geweissagt. Auf ihn wies Johannes der Täufer, der gewaltige Prediger in der Wüste am Jordan, zu welchem alles Volk des jüdischen Landes hinausströmte, mit den Worten hin: „Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Sünde trägt." Ihr Lieben, laßt Euch herzlich bitten: Verschmähet diesen Euren Heiland und Versöhner nicht, — Jesum, den Gottes- und Menschensohn, den Edelsten und Herrlichsten Eures Volkes, ja des ganzen Menschengeschlechts, dem auch Ihr und Eure Kinder alles das Gute verdankt, dessen Ihr Euch in einem christlichen Lande erfreut! Wenn Ihr noch kein Neues Testament besitzet, so verschafft Euch dies köstlichste aller Bücher! Es ist ja für wenige Pfennige zu haben. Leset aufmerksam, was von des Herrn heiliger Geburt, von seinem Wirken im jüdischen Lande, von seiner erbarmenden Liebe gegen alle Elenden Eures Volkes, von seinen unvergleichlich erhabenen Worten und Gleichnisreden, von seinem Leiden und unverschuldeten Tode und endlich von seiner Auferstehung und Himmelfahrt darin geschrieben steht! Vergleicht es mit den Weissagungen Eurer Propheten, und dann sagt selbst, ob dieser Jesus nicht der Schönste unter den Menschenkindern, der rechte und wahrhaftige Messias und Hohepriester sei, und ob in Ihm und durch Ihn nicht alle Verheißungen Gottes sich erfüllt haben! Wenn Ihr diese meine Bitte erfüllt, und dabei den himmlischen Vater um Erleuchtung anfleht, dann wird Euer Herz sich dem Glauben öffnen, und Ihr werdet willig und mit Freuden den Herrn Jesum auch als Euren Heiland und Erlöser annehmen. Dabei lasset es Euch nicht anfechten, wenn zunächst noch manche Zweifel in Euer Herz sich schleichen, und manches an des Heilands

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